Hengstenberg: „Sofortiger Notlagentarifvertrag muss her“

  Die CDU-Fraktion fordert zur Rettung
  des finanziell stark angeschlagenen
  Klinikums die sofortige Einführung eines
  Notlagentarifvertrags. Von der Gewerk-
  schaft VERDI erwartet Fraktionsvorsitzender
  Frank Hengstenberg daher schnelle
Gesprächsbereitschaft, um auch die Mitarbeiter stärker als bisher am Sanierungsprogramm des Klinikums zu beteiligen.


„VERDI setzt mit ihrer starren Haltung tausende von Arbeitsplätzen im Klinikum aufs Spiel. Mit 66% Personalausgaben am Gesamtbudget des Klinikums sind diese auch im Vergleich mit anderen Krankenhäusern zu hoch. Damit hat das Klinikum Wettbewerbsnachteile“, so Hengstenberg.



Die Kritik der stellv. Aufsichtsratsvorsitzenden Daniela Schneckenburger am NRW-Gesundheitsminister Laumann weist die CDU zurück. „Frau Schneckenburger sollte das Thema Klinikum nicht benutzen, um ihr Profil als grüne Landesvorsitzende stärken zu wollen“ sieht auch CDU-Kreisvorsitzender Fritz ganz andere Beweggründe bei der grünen Politikerin.



Die CDU-Fraktion erinnert daran, dass es die CDU-Landesregierung war, die z.B. das Institut für Transfusionsmedizin am Klinikum Dortmund, dessen Richtfest Anfang des Jahres war, mit 4,8 Millionen Euro unterstützt hat (Gesamtkosten 5,2 Mio). Auch wird die Erweiterung der Intensivstation um 10 Betten mit 1,7 Millionen Euro (Gesamtkosten 2,2 Mio.) gefördert. Als nächstes Großprojekt stehe der Bau eines Operations- und Ambulanzzentrums in Höhe von 63 Mio. Euro an.



Gesundheitsminister Laumann hat dem Fraktionsvorsitzenden Hengstenberg in einem persönlichen Gespräch zugesichert, dass das Klinikum Dortmund als Haus der Maximalversorgung höchste Priorität beim Land NRW genieße. Die angemeldeten rund 20 Mio. Euro Landesmittel für das OP-Zentrum werden noch in diesem Jahr nach Dortmund fließen.



Eine deutliche Absage erteilt die CDU-Fraktion möglichen Überlegungen, zur Sanierung des Klinikums eine Fusion mit der finanziell gesunden Städtische Seniorenheime gGmbH herbeizuführen. Vor dem Hintergrund der immer älter werdenden Gesellschaft und den damit gestiegenen Ansprüchen hätten die Seniorenheime genug zu tun, das Unternehmen dauerhaft wirtschaftlich tragfähig aufzustellen. „Eine Fusion mit dem Klinikum würde nur bedeuten, schlechtem Geld gutes hinterherzuwerfen“, so Hengstenberg.


Verantwortlich: