Rosemarie Liedschulte: „Handeln statt Reden“


 


 Der Geschäftsbericht des Jugendamtes
 für 2006 liegt vor und eine wichtige Aussage
 ist, dass jede 10. Familie in Dortmund im
 letzten Jahr Hilfe beim Jugendamt suchte. 
 Als Grund hierfür wird die in vielen Fällen
 nicht „gekonnte Erziehung“ von Kindern
 aufgeführt.



Für die CDU-Fraktion ist dies die Bestätigung dafür, dass ‚Vorbeugen bekanntlich besser ist als Heilen’. Dazu gehört für Rosemarie Liedschulte, Sprecherin der CDU-Fraktion im Kinder- und Jugendausschuss, auch, dass angekündigte Maßnahmen umgehend umgesetzt werden und nicht erst monatelang durchdiskutiert und –geplant werden.


 


Dazu Rosemarie Liedschulte:


„Der Geschäftsbericht des Jugendamtes für 2006 zeigt uns schwarz auf weiß, dass immer mehr Familien in Dortmund Hilfe beim Jugendamt suchen, wenn es um erzieherische Hilfen geht. Dennoch benötigte man eine externe Bewertung um festzustellen, dass es mehr Personal bei den Jugendhilfediensten bedarf, um auf diese Situation zu reagieren. Die Zeit, die nun bis zur Einstellung des zusätzlichen Personals vergeht, ist verlorene kostbare Zeit. Denn eins ist bereits im letztem Jahr deutlich geworden: die jetzigen Mitarbeiter/innen der Jugendhilfedienste können nicht allen Hilfesuchenden, aufgrund von Personalmangel, in geeigneter Weise Hilfe leisten. Die Leittragenden sind wie immer die Kinder. Handeln ist angesagt – und zwar sofort, ohne wenn und aber.“


 


Die Forderung von verdi, 38 neue Stellen bei den Jugendhilfediensten zu schaffen und nicht 20, wie von einer externen Bewertung empfohlen und vom Jugendamt befürwortet, kann die CDU nur unterstützen.


 


„Der Leiter des Jugendamtes selbst spricht davon, dass die Priorität der Arbeit des Jugendamtes bei der vorbeugenden Arbeit liegt, warum dauert es dann so lange, bis Maßnahmen – wie beispielsweise


 


 


ein sofortiges flächendeckendes Frühwarnsystem – umgesetzt werden“, fragt sich Liedschulte. „In Dortmund sind mittlerweile fast 600 Kinder in Heimen und fast 750 Kinder in Pflegefamilien untergebracht – das zeigt doch eindeutig, dass hier ein großer Handlungsbedarf besteht. Die CDU-Fraktion kann die Forderung von verdi nach mehr Neueinstellungen bei den Jugendhilfediensten nur unterstützen. Denn genau die Jugendhilfedienste sind in der vorbeugenden Arbeit tätig. Ich hoffe sehr, dass Dortmund nicht zu spät bemerkt, dass sich langsam aber sicher ein Wandel in Sachen Familie und Erziehung und in Sachen Kinder und Jugendliche vollzieht, auf den rechtzeitig reagiert werden muss.“


 


Einen weiteren Schritt in Richtung präventive Arbeit sieht Rosemarie Liedschulte in der aufsuchenden Arbeit von Familien mit neugeborenen Kindern. Die von der Stadt zur Zeit durchgeführte aufsuchende Arbeit geht Liedschulte aber nicht weit genug.


 


„Das Aufsuchen der Familien mit neugeborenen Kindern, wie sie derzeit auch seitens der Stadt durchgeführt wird, halte ich für einen wesentlichen Baustein in der präventiven Arbeit. Nur kann es nicht sein, dass nur die Familien aufgesucht werden, die mit einem Besuch einverstanden sind. Erfasst werden müssen alle Familien und alle Neugeborenen! Hier muss es ein besseres, organisiertes Konzept geben, dass ein Aufsuchen aller Familien mit Neugeborenen vorsieht, wie es die CDU-Fraktion bereits im letzten Jahr gefordert hatte“, so Liedschulte abschließend.


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