Matthias Ulrich: „Bödenpresserei notfalls ins Umland verlagern“
  Die CDU-Fraktion fordert nach
  den gescheiterten Verhandlungen
  zwischen der Firma Afflerbach und
  der Phoenix-See Entwicklungsgesellschaft
  weiterhin eine schnelle und nachhaltige
  Lösung für die Bödenpresserei.


Notfalls müsse zur Verlagerung des Unternehmens auch ein Standort außerhalb Dortmunds in Betracht gezogen werden, so der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Matthias Ulrich. „Oberste Priorität hat für uns der Erhalt der 40 Arbeitsplätze bei der Firma Afflerbach“, betont Ulrich jedoch.



Ein Verbleib der Bödenpresserei bis zum Jahr 2017 erschwere nach Meinung der CDU-Fraktion das Gesamtprojekt „Phoenix-See.“ Ulrich stützt sich dabei auf zwei Aspekte. Zum einem blockiere die Firma selbst nach Abriss von nicht mehr benötigten Hallenteilen noch 60.000-70.000 Quadratmeter des Südufers. Bei zu erwartenden Grundstückspreisen von 250 Euro/qm würden der Phoenix-See-Gesellschaft somit Einnahmen in zweistelliger Millionenhöhe verloren gehen. Andererseits glaubt Ulrich, der selber in der Immobilienbranche tätig ist, nicht, dass es Interessenten für die Filetgrundstücke auf der Nordseite des Sees geben wird. „Die neuen Seebewohner wollen in den sonnigen Süden Richtung Schwerter Wald schauen und nicht vor die Fassade einer riesigen alten Halle“, so Ulrich.



Als Ergebnis des Abwägungsprozesses zwischen gesamtstädtischen Interessen und dem Verbleib der Firma Afflerbach auf dem Phoenix-Gelände fordert die CDU-Fraktion, die Bödenpresserei bei der Verlagerung des Betriebes näher an den Stammsitz des Unternehmens in Puderbach heran auch finanziell zu unterstützen. Immerhin habe das Unternehmen bereits jetzt Vier-Tage-Schicht-Modelle entwickelt, um den Dortmunder Mitarbeitern eine Heimfahrt am Freitag zu ermöglichen.



„Hier sehen wir die Wirtschaftsförderung und die Phoenix-See Entwicklungsgesellschaft in der Pflicht. Die zugesagten 1,8 Mio. Euro für die Verlagerung der Produktionshalle innerhalb Dortmunds müssen auch für einen neuen Standort außerhalb der Stadtgrenzen gelten“; so Ulrich.



Die CDU-Fraktion weist hier noch einmal auf die Gesamtkosten des Phoenixsee-Projektes von 170-190 Mio. Euro hin. „An einem Prozent für Verlagerungskosten darf das Gesamtprojekt nicht scheitern“; fordert Ulrich abschließend.


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