Rosemarie Liedschulte: „Praxis sieht leider anders aus als die Theorie“


 


 In der nächsten Sitzung des
 Kinder- und Jugendausschusses am
 12.09.07 stellt die CDU-Fraktion den
 Antrag, das „do-forum“ wieder in
 seiner Funktion aufzunehmen.
 Hintergrund ist, dass in der letzten
 Woche eine Initiative der CDU-Fraktion in
der Bezirksvertretung Dortmund-Brackel,
ein Jugendparlament einzurichten, von SPD
mit der Begründung abgelehnt wurde, die
Stadt habe bereits das „do-forum“.




Rosemarie Liedschulte, Sprecherin der CDU-Fraktion im Kinder- und Jugenausschuss:


„Das „do-forum“ – einst im Jahr 2000 ins Leben gerufen – hat, soweit mir das bekannt ist, in dieser Legislaturperiode noch nicht einmal getagt. Von daher wundert mich die Aussage vom jugendpolitischen Sprecher der SPD, Friedhelm Sohn, und des Bezirksvorstehers aus Brackel, Herrn Czierpka, schon sehr, dass wir in Dortmund kein Jugendparlament bräuchten, da man mit dem do-forum bewusst eine anderen Weg der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen gehe. Anscheinend ist dieser Weg – zumindest in den letzten zwei Jahren – wohl eher eine Sackgasse gewesen, denn die Praxis sieht leider anders aus. Über die Behauptung der SPD, dass do-forum habe nicht mehr stattgefunden, da seitens der Kinder und Jugendlichen keine Themenvorschläge eingebracht wurden, kann ich nur lachen. Ich bin davon überzeugt, fragt man heute in den Schulen nach, wer denn von den Kindern und Jugendlichen überhaupt das „do-forum“ kennt, wird sich wohl kaum einer zu Wort melden. Es mangelt eher an dem Bekanntheitsgrad des Forums als an Ideen für Einbringungen.“


 


Die CDU-Fraktion im Kinder- und Jugendausschuss sieht im do-forum ein Partizipationsangebot für Kinder und Jugendliche, welches in ähnlicher Weise noch nicht vorhanden ist. Von daher ist diese Plattform des Austausches heute wichtiger denn je – nehmen gerade die Probleme in den Schulen und dem Lebensumfeld stetig zu.


 


 


 


„Unser Wunsch ist es, dass das do-forum wieder zu neuem Leben erweckt wird“, so Liedschulte weiter. „Die CDU kann sich vorstellen, dass das do-forum vor jeder Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses tagt, dann sind sowohl Vertreter aller Fraktionen als auch die Verwaltung anwesend. Sollte sich nach einer gewissen Zeit zeigen, dass vermehrt Eingaben aus Stadtbezirken kommen, kann das do-forum auch entsprechend in den einzelnen Bezirksverwaltungsstellen stattfinden. Wichtig ist uns, und das ist quasi eine Voraussetzung für ein Bestehen des do-forums, dass eine permanente Werbung, u.a. durch Flyer und Postkarten wie schon in der Vergangenheit durchgeführt wird. Auf das Projekt sollte sowohl in Schulen, als auch in Szenecafés und Jugendfreizeitstätten aufmerksam gemacht werden. Und auch die Jugendverbände sollten ihren direkten Draht zu den Kindern und Jugendlichen nutzen und auf das Projekt hinweisen. Und vielleicht verwirklicht sich irgendwann einmal meine Vision: das schnelle Dortmund – ist das kinderreiche Dortmund- ist das kinderfreundliche Dortmund – ist das Dortmund, wo Kinder, Jugendliche, Politiker und Verwaltung an einem Tisch sitzen und Veränderungen schaffen!“


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