Walter Knieling: „NRW-SPD kehrt zurück zum bildungspolitischen Irrsinn der 70er Jahre“ 


  Der SPD-Landesparteitag hat auf
  ihrem außerordentlichen Landesparteitag
  einen Leitantrag zur Schulpolitik beschlossen.
  Im Mittelpunkt des Beschlusses steht die
  Forderung nach der Abschaffung des
  dreigliedrigen Schulsystems und die
  Einführung der Einheitsschule.



Dazu Walter Knieling, schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion:


„Mit diesem Antrag kehrt die SPD zum bildungspolitischen Irrsinn der 70er Jahre zurück. Nachdem die SPD in 39 Jahren dafür gesorgt hat, dass nirgendwo sonst die Bildungschancen so sehr von der sozialen Herkunft abhängig waren, kommt jetzt der geplante Systemsturz, für den die Schülerinnen und Schüler landesweit den Kopf hinhalten müssten. Gerade die – durch das neue Schulgesetz NRW – verbesserten Rahmenbedingungen sorgen dafür, dass mehr individuelle Förderung stattfindet, mehr Lehrer eingestellt wurden und werden, mehr Ganztagsschulen denn je ihren Betrieb aufgenommen haben und zukünftig aufnehmen werden und man mehr Qualität durch zentrale Abschlussprüfungen hat. Eltern wollen, dass ihre Kinder ihren Talenten und Qualifikationen entsprechend gefördert werden – eine Einheitsschule wird dies nicht leisten können.“


 


In der von der SPD geplanten Einheitsschule sieht die CDU ein noch nicht durchdachtes Chaos an den nordrhein-westfälischen Schulen. Walter Knieling sieht die Gefahr, dass eine ganze Schülergeneration durch die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems für ein solches unausgegorenes Experiment geopfert werden würde.


 


„Die von der SPD geplante Zerstörung des Schulsystems würde zu zehn Jahren Chaos an den Schulen führen“, so Knieling weiter. „Massenhafte Schließungen – gerade von kleineren Schulen – wären die Folge. Mir missfällt der Gedanke, dass die Schülerinnen und Schüler in Dortmund, die in den nächsten Jahren mit einem verbesserten Schulsystem endlich die Chance bekommen, bundesweit in Sachen Schulabschluss mitzuhalten, durch eine radikale Umstellung des Schulsystems erneut den Anschluss verlieren würden. Die Zeit der Experimentiererei in 39 Jahren NRW-SPD-Regierung ist – Gott sei dank – seit zwei Jahren vorbei. Endlich bekommen die Schulen eine solide Grundbasis, auf die die Schülerinnen und Schüler für ihre Zukunft bauen können. Alleine der Gedanke, die SPD könne dies alles aus verletzter Eitelkeit zerstören, macht mir Sorgen. Bleibt nur zu hoffen, dass die SPD statt eine Revolution anzuzetteln lieber mithilft, den Sockel für unsere Kinder in den Schulen zu stärken, damit man darauf zukunftsweit gesehen eine solide Schulausbildung aufbauen kann.“ 


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