Rosemarie Liedschulte: „Ein Wespennest kurz vor dem Ausbruch“


 


 Die seit einiger Zeit in
 Scharnhorst stattfindenden
 Ausschreitungen von Jugendlichen
 sind für die CDU-Fraktion eine sehr
 erschreckende Situation. Bestätigt
 sieht sich Rosemarie Liedschulte,
 Sprecherin der CDU-Fraktion im Kinder-
und Jugendausschuss, in der permanenten
Forderung nach mehr Streetworkern.




„Die momentane Situation in Scharnhorst zeigt uns, dass in Dortmund keine vorbeugende, sondern eine nachsorgende Jugendarbeit betrieben wird“, so Liedschulte. “Nach den Ausschreitungen Jugendlicher Ende letzten Jahres in Brackel haben wir immer wieder darauf hingewiesen, dass ein flächendeckendes Netz zur Betreuung Jugendlicher durch Streetworker aufgebaut werden muss. Schon im letzten Sommer haben wir einige informelle Treffpunkte besucht und dabei festgestellt, dass es in jedem Stadtbezirk Gruppen Jugendlicher gibt, die sich lieber auf der Straße oder auf Spielplätzen, als in Jugendfreizeiteinrichtungen treffen und aufhalten. Leider sind unsere Rufe nach mehr Aufmerksamkeit und größerer Zuwendung für diese Jugendlichen weder von der Verwaltung noch von rot/grüner Mehrheit erhört worden. Statt dessen werden Situationen immer wieder verharmlost. Das wir heute in Scharnhorst ein solches Krawallaufkommen von Jugendlichen haben, war vorhersehbar!“


 


Schon seit Monaten wies die CDU darauf hin, dass die damalige Situation in Brackel keine Ausnahme sei und in jedem Stadtbezirk aufkeimen könne.


 


Liedschulte weiter:


„Gerade die Jugendlichen mit osteuropäischem Migrationshintergrund fühlen sich durch die schlechte Ausbildungs- und Arbeitsmarktsituation – bedingt durch Sprachbarrieren –von der Gesellschaft ausgestoßen. Ein Zusammenrotten zu rivalisierenden Gruppen war daher eine absehbare Konsequenz. Was wir jetzt brauchen, sind Jugendbetreuer, die die Sprache der Jugendlichen


 


beherrschen und sich ihren Wünschen und Ängsten annehmen. Darüber hinaus brauchen wir dringend eine Anlaufstelle für diese Gruppe Jugendlicher, damit dieses Ventil den Druck vom Kessel nimmt. Andererseits kann eine Situation entstehen, die auf Dauer nicht mehr beherrschbar ist. Die Sicherheit der Anwohner muss jedenfalls auch in den Nachtstunden und an den Wochenenden gewährleistet bleiben.“


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