Rosemarie Liedschulte: „Erklärung des Jugendamtes sehr fadenscheinig?“


 Die CDU-Fraktion im Rat der
 Stadt Dortmund findet die Tatsache,
 dass Tagesmütter wochenlang auf 
 ihre Bezahlung durch das Jugendamt
 warten, mehr als ärgerlich und die
 Erklärung des Jugendamtes zu dieser
 Sache sehr fadenscheinig.



Dazu Rosemarie Liedschulte, Sprecherin der CDU-Fraktion im Kinder- und Jugendausschuss:


Die Nichtbezahlung von Leistungen mit einer Umstellung des Berechnungssystems zu erklären, ist entweder an den Haaren herbeigezogen oder einfach nur peinlich“, so Liedschulte. „Wenn Tagesmütter für das Jugendamt eine Leistung erbringen, dann muss diese auch rechtzeitig bezahlt werden. In der freien Wirtschaft können Mitarbeiter auch nicht wochenlang auf ihr Gehalt verzichten, weil eventuell die Firma eine Umstellung des Berechnungssystems vorgenommen hat. Sollte eine Umstellung wirklich die Erklärung dafür sein, dass Leistungen nicht gezahlt werden, wäre das in meinen Augen ein sehr leichtfertiger Umgang mit Tagesmüttern.“


 


Was Liedschulte stutzig macht ist die Tatsache, dass auch im Stadtbezirk Hombruch der „contact“-Förderkreis, eine Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern, nun um seine Existenz bangen muss, weil keine ausreichenden Mittel vom Jugendamt mehr für die Arbeit fließen.


 


Liedschulte weiter:


„Unser OB rühmt sich zwar gerne mit beliebten Parolen wie „Kinder sind unsere Zukunft“ und „Dortmund ist eine sehr familienfreundliche Stadt“. Dann frage ich mich nur, warum Einrichtungen, die genau diesem Appell folgen, die Mittel seitens des Jugendamtes gekürzt werden. Ist das alles nur Zufall, dass heute der „contact“-Förderkreis und morgen die Tagsmütter keine Gelder mehr vom Jugendamt erhalten oder hängt dies damit zusammen, dass die Stadtkämmerin Dr. Christiane Uthemann nach der letzten Einbringung des Haushaltes 2007 im letzten Jahr November zur Verbesserung die „Spar-Axt“ rausgeholt und eine 10%ige Ausgabesperre für alle städtischen Einrichtungen auferlegt hat?! Sollte dies der Fall sein, dann wäre das ein Armutszeugnis für Dortmund.“


 


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