Vermutung der CDU-Fraktion bestätigt sich – Netzwerk des Wegsehens


  Bargeldaffäre und kein Ende –
  nach gesicherten Informationen der
  CDU-Fraktion ist ein weiterer Mitarbeiter
  im Amt des Oberbürgermeisters wegen
  Unregelmäßigkeiten suspendiert worden.




Manfred Sauer, Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, hatte dem Rechnungsprüfungsamt einen möglichen Anfangsverdacht mitgeteilt. Sauer war eine seltsam anmutende und bereits zwei Jahre zurückliegende Endabrechnung einer Informationsfahrt aufgefallen. Völlig ohne Verwendungsnachweis sei ihm vor einigen Wochen ein Umschlag mit 20 Euro überreicht worden. „Eine Abrechnung beträgt immer 19,17 Euro oder 20,62 Euro, aber niemals 20 Euro“, so Sauer.


Er habe daraufhin die Leiterin des Rechnungsprüfungsamtes über den zwei Jahre zurückliegenden Vorfall unterrichtet. Gestern sei nun der entsprechende Mitarbeiter mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert worden und musste seinen Schreibtisch räumen. „Es besteht der Verdacht, dass er die Gelder nicht ordnungsgemäß abgerechnet hat“, so Sauer.


 


  Für den CDU-Fraktionsvorsitzenden Frank
  Hengstenberg ist dies ein weiterer Beweis,
  dass das Rathaus einem Netzwerk des
  Wegschauens gleicht. Es habe sich eine 
  Selbstbedienungsmentalität eingestellt,
  die auf das alleinige Organisationsverschulden
  des Oberbürgermeisters zurückzuführen ist.


„Wie lange will Langemeyer noch warten, um endlich reinen Tisch zu machen? Für die Stadt ist er eigentlich nicht länger tragbar“, erneuert Hengstenberg seine Forderung an den Oberbürgermeister, freiwillig seinen Hut zu nehmen.


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