Rosemarie Liedschulte: „Leeres Stadtsäckel ist schlecht für die Kinder- und Jugendarbeit“


  Die Haushaltsberatungen sind vorbei, 
  der Doppelhaushalt für Dortmund wurde
  verabschiedet. Für Rosemarie Liedschulte, 
  Sprecherin der CDU-Fraktion im Kinder- und
  Jugendausschuss, wurde nicht das Ergebnis
  erzielt, was sie sich gewünscht hat – gerade
  nicht für den Kinder- und Jugendhaushalt. Viele Projekte sind nicht umgesetzt, die die CDU gerne als erledigt gesehen hätte.




„Weihnachtszeit ist zwar Wünsch dir was“-Zeit, doch nicht alle Wünsche kann der Weihnachtsmann erfüllen“, so Liedschulte. “In den kommenden zwei Jahren wird die Stadt mit dem beschlossenen Haushalt im Bereich für Kinder und Jugendliche gerade nur das gesetzlich Vorgegebene erledigen können. Für Extrawünsche ist hier keinerlei Spielraum, auch nicht für ein Frühwarnsystem in Dortmund, dass flächendeckend funktioniert.


Fast wöchentlich werden mittlerweile neue Fälle von Kindesvernachlässigung in Deutschland bekannt. Das Dortmund als siebtgrößte Stadt Deutschlands seit 2001 erst in zwei Stadtbezirken dieses Frühwarnsystem zum Einsatz bringt, ist mehr als unbefriedigend. Auch die Aufstockung von Streetworkern ist für die CDU unbedingt notwendig, da seit geraumer Zeit eine ungewünschte Ansammlung von Jugendlichen in den Stadtbezirken zu verzeichnen ist. Scharnhorst oder Brackel haben uns gezeigt, wie schnell eine Situation eskaliert – Anwohner fühlen sich bedroht und Jugendliche sich missverstanden.“


 


Die Mitteilung, dass bei den Jugendhilfedienste ab Januar nächsten Jahres das Personal aufgestockt wird, findet Liedschulte großartig, sieht die ganze Vorgehensweise in dieser Sache aber eher kritisch.


 


Liedschulte weiter:


„Auch wenn die Dezernentin verspricht, dass ab Januar nächsten Jahres die Jugendhilfedienste durch mehr Personal eine gewisse Erleichterung erfahren, kommt diese Hilfe doch etwas zu spät. Denn bereits Ende 2006 haben die Mitarbeiter/innen der Jugendhilfedienste auf die unbefriedigende Situation hingewiesen. Unsere damalige Forderung nach mehr Personal wurde von grün/rot abgelehnt. Ein gewisser Erfolg also, wenn jetzt das geforderte Mehr an Personal kommt. Dennoch macht die Verwaltung den Fehler, dass sie reagiert, anstatt zu Handeln! Jetzt gibt es neues Personal für den Bedarf, der bereits seit Jahren vorherrscht. Dass wir aber in den kommenden Jahren einen größeren Bedarf bei den Jugendhilfediensten haben, wird übersehen. Bleibt mir nur die Hoffnung und der Wunsch an den Weihnachtsmann, dass in den nächsten Jahren aus Dortmund ein kindersicheres und familienfreundliches Dortmund wird. Dazu gehört übrigens auch die Erweiterung der Öffnungszeiten in Kindertageseinrichtungen bis mindestens 20.00 Uhr.“


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