CDU kann Aufregung nicht verstehen


 


 Ab dem neuen Schuljahr 2007/ 2008
 wird mit den Kopfnoten in den Zeugnissen
 auch die Entwicklung übergreifender
 sozialer und persönlicher Kompetenzen
 der Schülerinnen und Schüler
 dokumentiert. Die CDU begrüßt diese
 politische Neuerung, die für Eltern, Schüler und
 Unternehmen eine größere Transparenz schafft.



Dazu Walter Knieling, schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion:


Die Einführung von Kopfnoten auf den Zeugnisformularen kann ich nur unterstützen. Dadurch wird ermöglicht, dass jeder einzelne Schüler noch individueller gesehen wird. Unsere Schulen gleichen heutzutage oft einer Legebatterie. Lehrer unterrichten ihre Schüler, aber selten weiß ein Lehrer, was sich hinter der Fassade „Schüler“ wirklich befindet. Die Kopfnoten ermöglichen, dass man an unseren Schulen wieder dahin kommt, dass ein Lehrer jeden seiner Schüler kennt. Das heißt, er weiß aus welchen familiären Verhältnissen ein Schüler kommt und wo seine Stärken und Schwächen liegen – nur so ist eine individuelle Förderung durchführbar. Aber auch Eltern können durch die Vergabe von Kopfnoten sehen, wie sich ihr Kind in der Schule in Sachen Sozialverhalten darstellt.


 


Für die CDU ist die ganze Aufregung rund um die Einführung der Kopfnoten nicht nachvollziehbar. Das Argument der Lehrer, dass ein enormer Mehraufwand entstehe, kann die CDU zwar nachvollziehen, sieht diesen aber nicht als Hinderungsgrund an.


 


Knieling weiter:


„Natürlich stellt die Benotung des Arbeits- und Sozialverhaltens eine besondere Herausforderung für Lehrer dar. Doch wer seine Schüler nicht nur fachlich, sondern über Jahre auch menschlich begleitet und prägt, wird keine allzu großen Schwierigkeiten haben, eine angemessene Beurteilung zu finden. Und die Aussicht, mit dieser Benotung das Verhältnis Lehrer / Schüler zu intensivieren und Schüler mit geringem Fachwissen die Möglichkeit erhalten, Eigenschaften zur Geltung zu bringen, die sonst unberücksichtigt bleiben, macht das ganze zu einer sehr fördernswerten Sache. Gar nicht nachvollziehen kann ich allerdings, dass Lehrer aufgrund von Überforderung einheitliche Noten vergeben und sich erst gar nicht die Mühe machen wollen, ihre Schüler individuell zu benoten. Und auch nicht verstehen kann ich die Schüler, die sich vehement gegen diese Notenvergaben stellen. Denn diejenigen Schüler, die sich in der Schule sozialverträglich verhält, hat auch nichts zu befürchten. Und allen anderen Schüler täte es gut, wenn ihr störendes Verhalten im Unterricht durch Noten auch festgehalten wird.“


 


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