Manfred Sauer bietet Patenschaft für Steinlaus an

 Die CDU-Fraktion sieht im Verkauf
 von Patenschaften für nicht vorhandene
 Tiere im Dortmunder Zoo einen weiteren
 Mosaikstein im Chaosregime Langemeyer.
 „Was jetzt wieder auf den Tisch kommt, ist
 im wahrsten Sinne des Wortes eine Riesen-
 Sauerei“, so Ratsmitglied Manfred Sauer.



Als reichten die Negativschlagzeilen der letzten Wochen und Tage nicht aus, würden die Zoobesucher jetzt auch noch wissentlich hinters Licht geführt. Für die CDU-Fraktion grenzt es schon fast an kriminelle Energie, Patenschaften anzubieten für Tiere, die noch nie im Bestand des Zoos gewesen sind. Als völlig inakzeptabel bewertet Sauer insbesondere auch die hilflosen Ausflüchte der Zooverwaltung, die Patenschaften hätte lediglich ideellen Charakter. „Wer Pate ist, will sein Tier auch sehen und fotografieren. Ansonsten könnte man ja einfach Spenden eintreiben“, so Sauer.

Die CDU-Fraktion wird den erneuten Fall von Misswirtschaft in der Dortmunder Stadtverwaltung zum Anlass nehmen, eine Berichterstattung im Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit zu fordern. Der zuständige Stadtrat Jörg Stüdemann soll dabei darstellen, inwieweit es sich um einen unrühmlichen Einzelfall handelt oder ob es mehrere Fälle gibt. Notfalls müsse der Zoo den betroffenen Personen ihren Patenschaftsbeitrag zurückzahlen.

Um der ganzen Sache jedoch etwas humoristisches abzugewinnen, bietet Manfred Sauer dem Zoo an, eine Patenschaft für eine Steinlaus zu übernehmen. Gerne sei er bereit, dafür die erforderlichen 25 Euro Jahresbeitrag zu zahlen. Die Steinlaus ist ein vom deutschen Komiker Loriot erfundenes Nagetier, das es bis zum Lexikoneintrag in wissenschaftlichen Nachschlagewerken gebracht hat.

“Mit der Steinlauspatenschaft leiste ich dann wenigstens meinen bescheidenen Beitrag, einen Teil der verschwundenen 1,1 Mio. Euro im Büro des Oberbürgermeisters zu decken“ so Manfred Sauer nicht ohne ein Augenzwinkern in Richtung Dr. Langemeyer.


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