“Verwaltung macht tadellosen Job – Fisch stinkt immer vom Kopf“


  CDU-Fraktionsvorsitzender Frank
  Hengstenberg nimmt die gegen ihn
  erhobenen Vorwürfe zum Anlass für eine
  deutliche Klarstellung. „Selbstverständlich
  macht die überwältigende Mehrheit der
  10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  der Stadt Dortmund und deren Töchter einen tadellosen Job. Trotzdem scheint die Kontrolle von schwarzen Schafen nicht in allen Bereichen zu funtionieren“, so Hengstenberg.



Die in einer Dortmunder Zeitung gefallene Äußerung sei bewusst aus dem Zusammenhang gerissen und habe sich einzig und allein auf die Verwaltungsspitze in Form des Oberbürgermeisters bezogen. Dieser würde nach wie vor jegliche Gesamtverantwortung von sich weisen und so tun, als ob ihm die ganze Sache nichts angehen würde.


 


Die CDU-Fraktion ist allerdings in großer Sorge um den guten Ruf der Stadt. Die Häufung von Vorfällen in den vergangenen Monaten, in denen sich Mitarbeiter an Steuergeldern bereichert haben, würde ein schlechtes Licht auf den gesamten öffentlichen Dienst werfen. Den Bürgerinnen und Bürgern falle es somit nicht immer leicht, zwischen den einzelnen Behörden wie Stadtverwaltung, unabhängige Eigenbetriebe wie z.B. die Seniorenheime oder ARGE zu unterscheiden.

Hengstenberg, selbst Gewerkschaftsmitglied bei VERDI und Mitarbeiter in einem Großunternehmen, betont nochmals, dass es ihm keinesfalls darum gegangen sei, einen Generalverdacht an aller Mitarbeiter der Dortmunder Stadtverwaltung auszusprechen. „Der Fisch stinkt vom Kopf, der Kopf allerdings ignoriert alles, was um ihn herum schief läuft“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende.

Auf Ablehnung stößt bei Hengstenberg allerdings die Auffassung des Personalrates, stärkere Kontrollen wären reiner Bürokratismus und würden lediglich zu höherer Arbeitsbelastung bei gleichzeitiger Abnahme der Servicequalität führen.

“Hier irrt der Personalratsvorsitzende Pitt Meyer gewaltig. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist aber nun mal besser“; wiederholt Hengstenberg die Forderung der CDU-Fraktion, das städtische Rechnungswesen einer kompletten Überprüfung zuzuführen. Nur so sei gewährleistet, dass sich die in letzter Zeit gehäuften Fälle von Unterschlagung von Steuergeldern nicht wiederholen würden.


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