Hengstenberg: Grüne investorenfeindlich


  Entsetzt zeigt sich CDU-Fraktions-
  vorsitzender Frank Hengstenberg über
  die Absage der Gespräche zwischen
  dem Hamburger Investor ECE und den
  Dortmunder Ratsfraktionen. „Die Grünen
  machen ihrem Ruf als Investorenschreck
  mal wieder alle Ehre“, so Hengstenberg.



Ursprünglich war geplant, dass am Mittwoch der derzeitige Sachstand der Planungen für ein Einkaufszentrum auf der ehemaligen Thier-Brauerei in allen Fraktionen vorgestellt und beraten wird. Die Vorstellungsrunde fällt jetzt jedoch komplett aus, da die Grünen nach wie vor Beratungsbedarf hinsichtlich der Quadratmeterzahl des neuen Einkaufszentrum hätten.


 


Hengstenberg hat größtes Verständnis für die ECE, die nunmehr auch ihren Besuch bei den Christdemokraten absagen mussten. „Der grüne Schwanz wackelt mal wieder mit dem roten Hund, und darunter muss jetzt sogar der Rest leiden“, ärgert sich Hengstenberg über die kurzfristige Absage.



Nach Meinung der CDU-Fraktion wäre es langsam an der Zeit, die Hinterzimmergespräche zu beenden und in den Fraktionen und Gremien des Rates ein klares Votum für oder gegen das Projekt zu geben. Dies sei man dem Investor, immerhin Deutschlands größter Betreiber von Einkaufszentren, schuldig.

Im übrigen sei man schon sehr erstaunt darüber, dass nunmehr von den Grünen die Vaterschaft dafür reklamiert würde, auch Wohnflächen auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei vorzusehen. Dies sei vielmehr eine Uraltforderung der CDU, nachzulesen bereits im Kommunalwahlprogramm von 1999, so Hengstenberg.

Die CDU-Fraktion hofft, dass mit dem durch die Grünen herbeigeführten Affront gegen ECE nicht ein weiterer Großinvestor abgeschreckt wird und einen Bogen um Dortmund macht. „Dortmund hat mit dem Westenhellweg eine der fünf beliebtesten Einkaufsmeilen in Deutschland und kann eine Erweiterung und Verbesserung des Einkaufsangebotes sicher gut vertragen. Über die Größe, ob 20.000, 25.000 oder 30.000 Quadratmeter, können wir uns dann immer noch trefflich streiten,“ fordert Hengstenberg seinen Kollegen Krüger auf, an den Verhandlungstisch mit ECE zurückzukehren.


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