Knud Follert: „Änderungen im Detail notwendig“


  Unter dem Stichwort „Spielleitplanung“
  soll der Rat am Donnerstag beschließen,
  Dortmund kinder- und familienfreundlicher
  zu gestalten. Die CDU-Fraktion wird den
  Verwaltungsvorschlag grundsätzlich mittragen.
  Ihr planungspolitischer Knud Follert sieht aber
  dennoch Nachsteuerungsbedarf in Detailfragen.



Follert sieht es als problematisch an, ein grundsätzliches „Verschlechterungsverbot“ zu fordern, wenn Freiflächen überplant werden sollen. Natürlich sei es grundsätzlich erstrebenswert, für Spielflächen gleichwertigen Ersatz zu schaffen. Dieses als Dogma festzuschreiben, sei aber schon deshalb falsch, weil dies die Gegebenheiten vor Ort oftmals gar nicht zulassen würden.


 


Besondere Kritik äußert Follert an der Forderung, in Dortmund flächendeckend Tempo 30 einzuführen. Selbstverständlich machen Geschwindigkeitsbegrenzungen in Wohngebieten, vor Kindergärten und Schulen Sinn. Sammelstraßen, die den Verkehr aus den Wohngebieten auf die Hauptverkehrsstraßen führen und somit zur Entlastung beitragen, müssten jedoch weiterhin von der Tempo 30-Begrenzungen ausgenommen werden.


 


Auch die Forderung, vermehrt Parkraumbeschränkungen zur Übersichtlichkeit des Straßenraumes auszuweisen, stehe im krassen Widerspruch zu den tatsächlichen Anforderungen in den Ortskernen. In den Stadtteilen bestünde vielmals ein Unterangebot an Stellplätzen, so Follert. Eine weitere Beschränkung würde die Situation oftmals noch verstärken. In diesem Zusammenhang erinnert die CDU-Fraktion an die aktuelle Diskussion in den Ortsteilen Berghofen, Dorstfeld und Huckarde.


 


Im Zuge der intensiven Diskussion über die Zugänglichkeit der Naturschutzgebiete stellt Follert einen krassen Widerspruch fest, wenn einerseits immer mehr wohnortnahe Waldgebiete als Naturschutzgebiete ausgewiesen und damit außer auf Wegen nicht mehr betreten werden dürfen, auf der anderen Seite aber die Spielleitplanung fordert, das der Wald als Erlebnis- und Spielraum genutzt werden soll. „Dieses Hin und Herr soll uns die Verwaltung mal erklären“, freut sich Follert auf die Ratssitzung.


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