Horitzky begrüßt HID als „Angebot zum Zwang“


  Der Flensburger Platz war in der Vergangenheit
  nicht gerade ein Aushängeschild der Dortmunder
  Nordstadt. Doch zukünftig soll er als ein vom Land
  Nordrhein-Westfalen gefördertes Modellprojekt zu
  einem sogenannten „Housing Improvement District“
  umgewandelt werden. Die wohnungspolitische
  Sprecherin der CDU-Fraktion Gerda Horitzky begrüßt diesen Vorstoß als „Angebot zum Zwang“.



Entsprechend dem aus Amerika stammenden Konzept und in Hamburg bereits als Landesgesetz umgesetzten Business Improvement Districts (BID) soll es auch in NRW künftig möglich sein, Wohnquartiere auf Initiative, mit dem Geld und unter der Ägide von Wohnungseigentümern aufzuwerten. Stimmt die Mehrheit der Eigentümer für die Einrichtung eines Housing Improvement District (HID), werden alle Anwohner „zur Kasse gebeten“, erläutert Horitzky.


Das Prinzip des HID am Flensburger Platz ist dabei einfach: die Grundeigentümer definieren mit städtebaulichen Entwicklungszielen der Stadt übereinstimmende Ziele und Maßnahmen zur Aufwertung von Wohnungsbeständen und Wohnumfeld. Danach müssen sie ein Budget und die zeitliche Begrenzung festlegen. Stimmt die Mehrheit aller im Quartier agierenden Eigentümer der Einrichtung eines HID zu, wird er per Satzung erlassen; mitzuziehen und zu zahlen wird Pflicht.


Gerda Horitzky weiter: “Mit HID gebe es keine Trittbrettfahrer mehr, die profitieren, ohne zu investieren, oder deretwegen ein Projekt scheitert, weil man auf keinen grünen Zweig komme, wenn einige Eigentümer ihre Fassaden streichen oder Flächen für Grünanlagen zur Verfügung stellen, andere aber nicht mitziehen.“


Horitzky nennt abschließend auch schon mögliche Maßnahmen. Von der Pflege der vorhandenen Grünflächen sowie der bestehenden Spielflächen über das Anbieten von Dienstleistungen bis hin zu gemeinsamem Marketing. „Es besteht somit Hoffnung, den ehemaligen Problemplatz wieder flott zu kriegen“, so Horitzky.


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