Rosemarie Liedschulte: „Kindeswohl in Dortmund noch intensiver fokussieren“


 


 In den vergangenen Monaten haben
 in Deutschland wiederholt Fälle von
 vernachlässigten Kindern für Entsetzen
 gesorgt
. Jetzt ist auch in Dortmund ein
 Fall von Kindesvernachlässigung bekannt
 geworden, der in seiner Art für große
 Bestürzung sorgt. Rosemarie Liedschulte,
Sprecherin der CDU-Fraktion im Kinder- und
Jugendausschuss, ist fassungslos, dass in Dortmund
zwei kleine Mädchen über Monate mit ansehen
mussten, wie der Vater stirbt und sich die Kinder in
dieser Zeit selbst versorgen mussten. Sie fordert
jetzt vom Jugendamt Aufklärung, wie es zu einer
solchen eklatanten Situation kommen konnte.




„Ich bin erschüttert, dass wir hier in Dortmund einen solch harten Fall von Kindesvernachlässigung haben“, klagt Rosemarie Liedschulte an. „Dass zwei kleine Mädchen über Monate mit ansehen mussten, wie ihr krebskranker Vater langsam stirbt und die Kinder sich in dieser Situation selbst verpflegen mussten, bedeutet eine derart seelische Gewalt, die folgenschwer für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder sein kann. Und auch das Vertrauensverhältnis zu Erwachsenen wurde regelrecht durch das Nichthandeln des Jugendamtes gestört. Mir ist es unbegreiflich, dass Nachbarn bereits vor Monaten auf die missliche Situation in der Familie hingewiesen haben, aber der Jugendhilfedienst vor Ort in keinster Weise reagiert hat. Jetzt haben wir die Situation, die wir nie erhofft haben. Kleine Kinder sind in eine tragische Situation geraten und die große Frage, die sich uns jetzt stellt ist, wie es überhaupt soweit kommen konnte.“


 


Was Rosemarie Liedschulte überhaupt nicht versteht ist, wie Dezernentin Bonekamp auf einer gestrigen Veranstaltung zum Thema „Soziale Stadt – Arbeitskreis Kinder stärken“ sich noch mit den Worten gemeldet hat, dass Dortmund auf „einem guten Weg“ sei, was die Obhut der Kinder in dieser Stadt anginge.


 


Dazu Liedschulte:


„Kann es etwa sein, dass unserer Dezernentin der Fall in Mengede gar nicht bekannt war? Nur so kann ich mir erklären, dass sie sich


 


selbstlobend vor die Menschen stellt und erklärt, wie gut es in dieser Stadt in Sachen „Kinder stärken“ läuft. Das Jugendamt arbeitet zwar ständig neue Pläne aus, damit Nachbarn, Freunde, Lehrer usw. noch schneller darauf aufmerksam machen, wenn die Vermutung einer Kindesvernachlässigung vorliegt. Das nutzt aber alles nichts, wenn der Jugendhilfedienst dann selbst eher schwerfällig handelt. Um ein solches Szenarium, wie in Mengede, künftig zu verhindern, sollte das Jugendamt prioritär daran arbeiten, ihre eigenen Strukturen zu verbessern und zu optimieren. Für die Kinder kann ich mir nur wünschen, dass sie das Erleidete mit entsprechender Hilfe angemessen verarbeiten. Vergessen werden Sie diese Monate in ihrem Leben wohl nie.“


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