Rosemarie Liedschulte: „Situation bei Jugendhilfediensten eher bedrückend als beglückend


 


 Ende 2006 schlugen Mitarbeiter der
 Jugendhilfedienste lautstark Alarm, und
 machten auf die extreme
 Arbeitsüberlastung aufmerksam. Mitte
 2007 bestätigte ein in Auftrag gegebenes
 externes Gutachten, dass im Bereich
 Jugendhilfedienste 20,5 Stellen zusätzlich
 geschaffen werden müssen
. Bis heute
 – über ein Jahr später – haben immer noch
 nicht alle neuen Mitarbeiter(innen) in dem
 vorgesehenen Tätigkeitsfeld ihre Arbeit
 aufgenommen. Die CDU-Fraktion will zur
 Ratssitzung am 13. März entscheidende
 Fragen geklärt haben.



So zum Beispiel, nach welchem System die Stellen bei den Jugendhilfediensten besetzt bzw. wo diese Stellen besetzt wurden.


 


Dazu Rosemarie Liedschulte, stellv. Fraktionsvorsitzende:


„Die Situation bei den Jugendhilfediensten stellt sich momentan eher bedrückend als beglückend dar, und die Verwaltung ist nun aufgefordert, ihre Pflicht gegenüber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nachzukommen. Früher, besser, intensiver – nach diesen Attributen plante Dezernentin Bonekamp noch im letzten Jahr die Jugendhilfe von morgen auszurichten.  Zu solchen Attributen gehört aber auch ein entsprechendes Personal, welches früher, besser, intensiver auch in die Tat umsetzen kann. Und genau dieses Personal ist – trotz Gutachten – immer noch nicht komplett eingestellt. Da stellt sich mir die Frage, an welcher Stelle es denn hakt. Selbst auf die eigenen Mitarbeiter, die Überlastungsanzeigen bei Vorgesetzten erstatten, wird nicht reagiert.“


 


Auch Frank Hengstenberg, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion, sieht das Thema „Jugendhilfedienste“ als vorrangig an und drängt nach schnellen Lösungsmöglichkeiten.


 


„Es ist doch eindeutig, dass bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Jugendhilfedienste eine unverändert viel zu hohe Arbeitsbelastung vorliegt“, so Hengstenberg. „Anstatt sich nun damit aufzuhalten, Schuldige für Vorkommnisse zu suchen oder Verteidigungsgeschütze aufzufahren, sollte die Verwaltung lieber schleunigst nach


 


Lösungsmöglichkeiten – in Form von mehr Personal bei den Jugendhilfediensten – suchen und diese auch umgehend in die Tat umsetzen. Solche Vorfälle – wie der Fall in Mengede – müssen uns doch sensibilisieren und hinweisen auf eventuelle Mängel in unserem System. Was ich allerdings überhaupt nicht nachvollziehen kann ist, dass ein komplettes Dezernat in die Defensive geht und den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht Hilfe zukommen lässt, die diese dringend benötigen.“


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