Matthias Ulrich: „Abwanderung stoppen – Arbeitsplätze schaffen“


 


 „Dortmund braucht mehr Gewerbe-
 und Industrieflächen“, so die
 vorweggenommene Zusammenfassung
 einer Pressekonferenz der CDU-
 Ratsfraktion. Die Abwanderungen
 mehrerer Unternehmen in der jüngsten
 Vergangenheit hätten gezeigt, dass in Dortmund
nicht genügend Flächen vorhanden seien, um
umsiedlungswillige Unternehmen am Standort
Dortmund zu halten oder gar ansiedlungswillige
Firmen nach Dortmund zu holen.



Nach intensiven Beratungen innerhalb der Fraktion macht die CDU-Fraktion daher gleich drei Standortvorschläge:


 


Mit dem „Güterbahnhof Westfaliastraße“ steht eine Fläche für dringend notwendige industrielle Nutzungen zur Verfügung, so der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Matthias Ulrich. Der Güterbahnhof Westfaliastraße sei eine Gleisfläche der Bahn, die in Teilen, denkbar wären 20 ha, mittelfristig nicht mehr benötigt würde. Zudem zeige die Dortmunder Hafen AG Interesse an der Entwicklung der Fläche für hafenaffine und industrielle Nutzungen. Hier wäre eine Kooperation zwischen der Stadt Dortmund und der Dortmunder Hafen AG sinnvoll und wünschenswert, meint Ulrich.


 


Weiteres Potenzial böte nach Meinung der CDU-Fraktion die Fläche am Buddenacker. Bisher sind hier 18 ha als Gewerbegebiet ausgewiesen. Die CDU-Fraktion erwartet von der Verwaltung, dass die bereits im Jahr 2006 im Masterplan Wirtschaftsflächen als „zur Entwicklung anstehend“ bezeichnete landwirtschaftliche Nutzfläche mit Nachdruck in die Vermarktung geht. Sollte sich der Buddenacker einer starken Nachfrage erfreuen, so kann sich die CDU-Fraktion durchaus vorstellen, das Gewerbegebiet noch nach Süden bis an die B1 heran und nach Norden Richtung Neuasseln zu erweitern.


 


Neu und bisher noch nicht von der Verwaltung ins Auge gefasst ist der Vorschlag der CDU-Fraktion, das Gewerbegebiet Wickede Süd nach Westen auszudehnen. Nördlich des Osterschleppwegs könnten bis zu 40 ha weiteres Gewerbegebiet entstehen. Zur Zeit ist die Fläche als ökologische Ausgleichsfläche für den Dortmunder Flughafen ausgewiesen. Ulrich jedoch weiß, dass die Umwidmung der Fläche durchaus machbar sei, weil die Ausgleichsmaßnahmen auch auf anderen Flächen im gesamten Dortmunder Stadtgebiet durchgeführt werden dürfen.


 


 Udo Reppin, finanzpolitischer Sprecher
 der CDU-Fraktion, weist im Zusammen-
 hang mit der Neuansiedlung von
 Unternehmen auf Dortmunder Stadtgebiet
 auch auf die positiven Folgen für das
 gebeutelte Stadtsäckel hin. „Mit unseren
 Vorschlägen eröffnen wir nicht nur die Möglichkeit,
neue Arbeitsplätze zu schaffen. Gleichzeitig wird der
marode Haushalt von höheren Gewerbesteuern
profitieren.“

Die CDU-Fraktion macht sich berechtigte Hoffnungen, dass es für die Vorschläge breite Mehrheiten geben wird. Reppin weist darauf hin, dass die SPD-Ratsfraktion das Thema vor gut einer Woche für sich entdeckt hatte und das Fehlen von geeigneten Gewerbe- und Industrieflächen als deutlichen Standortnachteil ausmachten.

Abschließend kündigen Ulrich und Reppin einen entsprechenden Antrag zur nächsten Sitzung des Wirtschaftsförderungsausschuss am 16.04.2008 an, der die Verwaltung, insbesondere die Wirtschaftsförderung, das Liegenschaftsamt sowie das Planungsamt auffordern soll, die drei Flächen schnellstmöglich an den Markt zu bringen.


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