Rosemarie Liedschulte: „Hexenjagd beim Jugendamt


 


 Erneute Vorwürfe belasten in diesen
 Tagen die Jugendhilfedienste in Mengede
 schwer. Die Verwahrlosung von zwei
 kleinen Mädchen, die mit ansehen
 mussten, wir ihr krebskranker Vater
 langsam dahinsiechte, ruft erneut die
 Situation bei den Jugendhilfediensten auf die
Tagesordnung. Für die CDU kann dieses Thema
nicht oft genug angesprochen werden, weist sie
doch schon seit fast zwei Jahren auf die unhaltbaren
Zustände bei den Jugendhilfediensten hin.




Dazu Rosemarie Liedschulte, Sprecherin der CDU-Fraktion im Kinder- und Jugendausschuss:


„Aufgrund der Erkenntnislage ist es mir unbegreiflich, dass die Dezernentin Frau Bonekamp alle Verantwortung von sich und dem Jugendamt zurück weist. Die Defizite bei den Jugendhilfediensten mussten zwangsläufig in die jetzige Situation führen. Statt dessen stellt sich die Dezernatsleitung schulterklopfend Anfang des Jahres vor die Medien, um zu verkünden, dass mittlerweile alle 20,5 Stellen – wie vom externen Gutachten gefordert – bei den Jugendhilfediensten besetzt wurden. Auf Nachfrage, wo denn diese Stellen geblieben sind, gibt es die Auskunft, dass 8,59 Stellen bei der Sachbearbeitung der Jugendhilfedienste, 5,67 Stellen für Vormundschaften und Pflegschaften und 6,5 Stellen für Teamkoordinatoren geschaffen wurden. Stellt sich die Stadt so eine Entlastung der Mitarbeiter vor Ort vor, die pro Person 60-80 Familien im Durchschnitt betreuen?“


 


Ein weiterer Knackpunkt stellt für Liedschulte die enorme Verzögerung dar, mit der das Personal bei den Jugendhilfediensten eingestellt wurde. Denn bereits Mitte 2007 stand laut externen Gutachten fest, dass eine Personalaufstockung bei den Jugendhilfediensten erforderlich ist.


 


Liedschulte weiter:


„Mir ist einfach schleierhaft, warum die Stadt Dortmund – und insbesondere Frau Bonekamp als zuständige Dezernentin – die eigenen Mitarbeiter so im Regen stehen lässt und keinerlei Reaktion zeigt.


 


Gerade jetzt würde doch keiner aufschreien, wenn die Rufe von Frau Bonekamp nach mehr Personal laut würden. Für die CDU ist jetzt Pflichtaufgabe der Stadt, für Entspannung bei den Jugendhilfediensten zu sorgen. Als weitere Aufgabe für die Stadt sieht die CDU die intensive Gesprächsführung mit den Mitarbeitern an. Diesmal sollten die Hilferufe ernst genommen und nicht überhört werden. Ich kann nur hoffen, dass es nicht am Ende sogar die finanzielle Situation des Jugendamtes ist, die ein solches Handeln zulässt. Denn bereits im letzten Quartal 2007 konnte das Jugendamt Kooperationspartner aufgrund leerer Kassen nicht mehr bezahlen.  Ich wünsche mir, das OB Langemeyer langsam aber sicher die Kinder in dieser „ach so kinderfreundlichen Stadt“ wirkliche als Priorität ansieht und dementsprechend handelt und sich nicht in Ignoranz flüchtet.“


 


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