Tagesordnungspunkt
Umwandlung der ehemaligen Werksbahn Westfalenhütte-Phoenix zu einem Rad- und Wanderweg

Beschlussvorschlag

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,

die CDU-Fraktion im Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen stellt zu o.g. Tagesordnungspunkt folgenden Antrag und bittet um Beratung und Beschlussfassung:

Der Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen spricht sich für die Umwandlung der ehemaligen Werksbahntrasse zwischen den ehemaligen Stahlstandorten Westfalenhütte und Phoenix aus. Da die Entwicklung einer weiteren Stadtbahnstrecke auf dieser Trasse aufgegeben wurde, sind städtebauliche Alternativen aufzuzeigen.

Der Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen fordert die Verwaltung auf, auf einem etwa sechs Kilometer langen Streckenabschnitt einen öffentlichen Rad- und Wanderweg zwischen dem neuen Phoenixsee-Gelände und dem Westfalenhütte-Gelände bzw. der Erholungsanlage Hoeschpark einzurichten. Ebenfalls ist der östliche Abzweig Richtung ehemaliger Fabrik Schade in der Nähe der Stadtkrone Ost bzw. Schüren mit in die Umwandlung einzubeziehen.

Der Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen fordert die Stadtverwaltung auf, mit dem Flächeneigentümer in Verhandlungen über eine Nutzungsvereinbarung bzw. einen Flächenankauf einzutreten.

Der Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen empfiehlt dem Dortmunder Rat, Planrecht für diese Trasse zu schaffen und beim Land NRW Fördergelder für die Konversion dieser ehemaligen Bahnflächen zu beantragen.

Folgende zwei Punkte sind daher aus Sicht des Ausschusses zu berücksichtigen und umzusetzen:

  1. Beim Umbau der Werksbahntrasse ist auf eine Verbindung mit dem bestehenden Straßennetz zu achten. Hier ist insbesondere eine Verknüpfung durch Niveau ausgleichende Rampen mit folgenden Straßen zu berücksichtigen: Brackeler Straße, Wambeler Hellweg, Düsterstraße, Schwarze-Becker-Straße, Freie-Vogel-Straße und Am Remberg.
  2. Bei den niveaugleichen Querungsstellen der Bahnstrecke mit dem vorhandenen Straßennetz, wie bei den Straßen Im Defdahl, Am Zehnthof und Lissaboner Allee, sind Querungshilfen bzw. Zebrastreifen anzulegen.

Begründung
Die beiden ehemaligen Stahlbrachen Westfalenhütte und Phoenix-Ost werden derzeit umgewandelt und einer neuen Nutzungsart zugeführt. Bei beiden Arealen soll auch eine verstärkte Grün- und Freiraumnutzung erfolgen. Idealerweise verband diese Gebiete die ehemalige Hoesch-Eisenbahn, deren Gleisbett noch immer vorhanden ist. Diese Trasse wurde für die Dortmunder Stadtwerke reserviert, da diese Überlegungen anstellten, das alte Gleis für eine neue Stadtbahnstrecke vom Körner-/Wambeler Hellweg zur Stadtkrone Ost zu führen. Diese Pläne sind aus Kostengründen zu den Akten gelegt worden, so dass nun Alternativen realisiert werden können.

Es bietet sich hier an, die alte Streckenverbindung, die schon seit Jahren größtenteils keine Gleise mehr aufweist, als öffentlichen Wander- und Radweg auszuweisen.

Die gesamte fast sechs Kilometer lange Strecke ist durchgängig vorhanden, sowie sämtliche dazugehörigen Brücken- und Tunnelbauwerke (DB-Strecke DO-Hamm, Hannöversche Straße, Hellweg, S4-Bahn-Querung, B1-Tunnel, Freie-Vogel-Straße, Am Remberg, Kohlensiepenstraße und B-236-Unterführung). Selbst die zukünftige B1-Untertunnelung zerstört nicht den B1-Bahntunnel, so dass ein gefahrloses Wandern von Hördes neuem Phoenixsee zum Hoeschpark möglich erscheint.

Ein weiterer Vorteil besteht in der topografischen Situation, denn durch die Troglage ist ein weitgehend abgeschirmtes, ruhiges und grünes Tal vorhanden, das ideal zum Spazieren, Joggen oder Radeln einlädt. Ein weiterer Plus liegt darin, dass durch die bauliche Anlage (überwiegende tiefe Lage) bedingt, dem Nutzer nicht bewusst sein wird, dass die Strecke durch z. T. dicht besiedeltes Gebiet verläuft.

Da besonders die Bereiche Körne, Wambel und Gartenstadt zum Teil sehr wenig öffentliches Grün aufweisen, kann durch diese Grünverbindung der geringe Anteil von Grün und Grünfläche direkt erhöht und gleichzeitig durch die Vernetzung zu anderen zukünftigen Freizeitflächen optimal verbessert werden.

Um eine vielfältige Inanspruchnahme seitens der Bevölkerung sicherzustellen, ist es nötig, dass möglichst alle anliegenden Straßen auch an die neue Wegeverbindung angeschlossen werden. Da nur wenige Straßen ebenerdig dazu verlaufen, müssen einige Rampen vorgesehen werden, die es auch Kinderwagen, Rollstühlen und Radfahrern ermöglichen, diese Strecke an vielen Punkten zu erreichen.


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