Hengstenberg: „Oberbürgermeister handelt unverantwortlich“

  Die CDU-Fraktion will es genauer   wissen:
  Mit einem umfangreichen  Fragenkatalog
  geht Fraktionsvorsitzender Frank
  Hengstenberg in die Sitzung des Haupt- und
  Finanzausschusses am 12.06.2008 und fordert
  einen Bericht zur dramatischen Lage des
  Dortmunder Klinikums.

Konkret will die CDU-Fraktion unter anderem wissen, ob den Kliniken kurzfristig die Insolvenz droht. Die ewige Schönrednerei des Oberbürgermeisters und Aufsichtsratsvorsitzenden Langemeyer müsse endlich ein Ende haben, fordert Hengstenberg. „Der OB lässt das Klinikum absichtlich vor die Wand fahren, nur um die Pleite erst nach der Kommunalwahl im Juni 2009 eingestehen zu müssen“, ist sich der CDU-Fraktionsvorsitzende sicher.


Hengstenberg erneuert die langjährige Forderung der Christdemokraten, alternative Lösungen für den Betrieb des Klinikums zu suchen. „Eine Teilprivatisierung ist nach wie vor die sinnvollste Lösung, das Klinikum als Haus der Maximalversorgung zu erhalten.“ Andere Städte wie beispielsweise Wuppertal oder Krefeld hätten ausschließlich positive Erfahrungen gemacht, wenn private Investoren mit Kapital und medizinischen und kaufmännischem Sachverstand mit ins Boot geholt würden.


Gleichzeitig wiederholt Hengstenberg seine Kritik an der jetzigen Geschäftsführerin Mechthild Greive. „Die studierte Juristin und ehemalige Rechtsdezernentin der Stadt kann es einfach nicht. Ihr als Zukunftsabkommen deklarierter Rettungsversuch ist gnadenlos gescheitert. Die Personalkosten laufen weiter aus dem Ruder, die Eigenkapitalquote sinkt gegen Null, Patienten müssen sich teilweise selber versorgen. Der bereits lädierte Ruf des Klinikums sinkt weiter, wenn nicht schnellstens auch personelle Konsequenzen gezogen werden“, wiederholt Hengstenberg die Rücktrittsforderung an Frau Greive.


Geradezu unverschämt empfindet Hengstenberg das dauernde Einprügeln des Oberbürgermeisters auf die Ärzteschaft und deren Interessensvertretung Marburger Bund. „Die Ärzte sind das Rückgrat des Klinikums. Ihnen die alleinige Schuld für das Scheitern eines Notlagentarifvertrags in die Schuhe zu schieben, ist unverantwortlich. Der Aufsichtsratsvorsitzende und die Geschäftsführerin hatten genügend Zeit, das Klinikum auf finanziell gesundere Füße zu stellen. Wir sind gespannt, welche Antworten man uns am 12. Juni geben wird, um den drohenden Kollaps des größten Krankenhauses in Dortmund noch abwenden zu können“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende.


Verantwortlich: