Claudia Middendorf: „Verzweifelte Rettungsmaßnahmen kosten viel Geld“


 Der Kinder-Citytreff wurde einst
 eröffnet, damit Eltern ihre Kinder in
 gutbetreute Hände geben können,
 während sie selbst in der Stadt ihre
 Einkäufe erledigen. Seit der Eröffnung
 im Jahr 2004 schafft es die Einrichtung leider
 nicht, ausreichend Kinder zu locken. Für die
Verwaltung ein Grund, nun den Kinder-
Citytreff in eine Kindertageseinrichtung für
0-2jährige Kinder umzufunktionieren.



Für die CDU ein weiterer Versuch, die weitere Aufrechterhaltung der Einrichtung zu rechtfertigen.


Dazu Claudia Middendorf, Sprecherin der CDU-Fraktion im Betriebsausschuss Fabido:
„Wir standen der Einrichtung von Anfang an sehr positiv gegenüber, da es gerade in der Innenstadt an Betreuungsmöglichkeiten fehlt. Was wir allerdings auch von Anfang an bemängelt haben, war der fehlende Einsatz und das mangelhafte Konzept seitens der Stadt, für die Einrichtung zu werben. Lediglich der Kaufhof lies sich nach nunmehr fast vier Jahren als Kooperationspartner in der City gewinnen. In 2006 hatten wir die Idee, den Kinder-Citytreff als Betriebskindergarten für städtische Bedienstete zu nutzen. Diese Idee wurde aber mit der Begründung zunichte gemacht, dass die Anlage keine Außenfläche vorsehe. Umso erstaunter bin ich nun, dass die Dachterrasse zur Außenfläche umfunktioniert wird, und somit einer Kinderbetreuung nichts mehr im Wege steht. Aber warum hatte man die Idee nicht schon damals bei der möglichen Errichtung eines Betriebskindergartens?


Womit sich die CDU nicht anfreunden kann, ist die Tatsache, dass der Betrieb im Kinder-Citytreff – trotz enorm hohen Mietkosten – auf Biegen und Brechen aufrecht erhalten bleibt, und man krampfhaft nach immer wieder neuen Ideen sucht, um die Einrichtung zu rechtfertigen.


„Grundsätzlich ist die Idee einer Kinderbetreuung für 0-2jährige sinnvoll“, so Middendorf. „Aber warum ist nur diese Altersgruppe bei der Planung berücksichtigt worden und woher kommt das Geld, um entsprechende Ausstattung, wie Betten und notwendiges Spielmaterial, und zusätzliches


Personal zu bezahlen? Wenn die Stadt schon so viel Geld in eine luxuriöse Kindereinrichtung buttert, warum dann nicht für die eigenen Mitarbeiter? Die CDU wird auf jeden Fall an der Idee eines Betriebskindergartens weiter festhalten. Und dank der Tatsache, dass der Kinder-Citytreff die notwendigen Voraussetzungen nun erfüllt, ist diese Räumlichkeit als idealer Standort für einen Betriebskindergarten geradezu dafür prädestiniert. So hätte dann die Stadt die Möglichkeit, Kinderfreundlichkeit vorzuleben und nicht nur darüber zu sprechen.“


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