Tagesordnungspunkt
Wettbewerb zur Attraktivitätssteigerung an Dortmunder Schulen

Beschlussvorschlag

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

zu o.g. Tagesordnungspunkt stellt die CDU-Fraktion folgenden Antrag und bittet um Beratung und Beschlussfassung:

Der Rat beschließt die Auslobung eines „Wettbewerbes zur Attraktivitätssteigerung an Dortmunder Schulen“ mit folgenden Rahmenbedingungen:

  • Der Preis wird jährlich vergeben.
  • Die Teilnahme der Schulen ist freiwillig. Die Bewerbung zur Teilnahme erfolgt somit durch die Schulen selbst.
  • Prämiert werden können sowohl Schulen, deren baulicher Zustand durch Neubau oder Sanierung als mindestens „gut“ einzustufen ist und für deren Erhalt sich die Schüler durch ihr Verhalten und ihre Aktivitäten einsetzen als auch Schulen, deren Allgemeinzustand nicht befriedigend ist, für deren Verbesserung des Erscheinungsbildes sich die Schüler aber durch ihr Engagement im Sinne eines pfleglichen Umgangs mit baulichen Einrichtungen und Mobiliar ihrer Schule eingesetzt haben.
  • Die Aktivitäten der Schülerinnen und Schüler sollen jedoch ausdrücklich nicht dazu dienen, die von der Stadt in ihrer Quantität und Qualität reduzierte Eigen- und Fremdreinigung, insbesondere aber auch den Verzicht auf die jährliche Grundreinigung, zu ersetzen.
  • Die Jury setzt sich zusammen aus Vertretern der Verwaltung (Schulverwaltung und Immobilienwirtschaft) , der Schulen (Lehrer und Eltern) sowie der Politik (Fraktionen im Rat).
  • Als Preisgeld werden für den ersten Preis 10.000 Euro, für den zweiten Preis 6.000 Euro sowie für den dritten Preis 4.000 Euro ausgelobt.
  • Die städtische Immobilienwirtschaft stellt das Preisgeld aus ihrem Budget zur Verfügung.
  • Die Verwendung des Preisgeldes bleibt den Schulen selbst überlassen. Eine Zweckbindung erfolgt ausdrücklich nicht.

Dazu wird die Verwaltung beauftragt, den „Wettbewerb zur Attraktivitätssteigerung an Dortmunder Schulen“ satzungskonform vorzubereiten und eine entsprechende Verwaltungsvorlage zu erarbeiten.

Begründung
Die Drucksachen-Nr. 11010-08-E3 „Vandalismusschäden an Schulen“ berichtete, dass jährlich über 500.000 Euro ausgeben werden müssen, um die nötigsten Schäden aus Vandalismus und Farbschmierereien zu beseitigen. Die „Dunkelziffer“ dürfte noch wesentlich höher sein. Bei der genannten Summe handelt es sich nämlich ausschließlich um Schäden, die tatsächlich repariert wurden, nicht jedoch um diejenigen, die zwar angerichtet, aber nicht beseitigt wurden.

Ein Preis für Dortmunds Schule mit dem gepflegtesten Erscheinungsbild wäre somit eine Konfliktlösung, von der alle Seiten profitieren. Schüler werden für ihr engagiertes und korrektes Verhalten in den Schulen belohnt, Respekt vor der Erhaltung und der Pflege öffentlichen Eigentums würde gefördert, die Lehrerschaft in ihrem erzieherischen Auftrag unterstützt, und die Stadt Dortmund kann ihren Aufwand zur Beseitigung von Vandalismusschäden deutlich nach unten korrigieren.

Das kommende Schuljahr 2008/2009 soll nach Vorberatung des Antrages in den Fachausschüssen und Beschlussfassung im Rat bereits erstmals dazu genutzt werden, an das Verantwortungsbewusstsein der Schülerinnen und Schüler zu appellieren, den Pflege- und Erhaltungszustand öffentlichen Eigentums zu respektieren und zum eigenen Anliegen zu machen. Die Schülerinnen und Schüler sollten motiviert werden, sich für eine saubere, von Vandalismus und Farbschmierereien verschonte Schule einzusetzen.


Verantwortlich: