Hengstenberg: „Kündigung sofort zurücknehmen“


 Die CDU-Fraktion unterstützt die
 Demonstration  der Gewerkschaft Verdi
 gegen die fristlose Kündigung zweier
 Mitarbeiterinnen der Dortmunder
 Stadtkasse. Es sei überdeutlich, dass die
 Entlassung lediglich ein Bauernopfer
 darstelle und die wirklich Schuldigen
 laufen gelassen werden sollen, so CDU-
 Fraktionsvorsitzender Frank Hengstenberg.



Es stelle sich vielmehr die Frage, wer die Mitarbeiterinnen der Stadtkasse angewiesen habe,  das Oberbürgermeisteramt bevorzugt und schnell zu bedienen, wer den Stadtkassenmitarbeiterinnen, die sich über die Buchungsverfahren im Umgang mit dem OB-Amt verwundert äußerten, zurechtgewiesen habe, die Stadtkasse sei nicht das Rechnungsprüfungsamt und welche Führungskräfte die Beschuldigte in der Bargeldaffäre als Geldbotin des Oberbürgermeisters persönlich vorgestellt und als Empfangsberechtigte benannt hätten. „Der OB soll endlich Roß und Reiter nennen. Sein Lügenkartenhaus ist ja bereits zusammengebrochen“, so Hengstenberg.


Vom Oberbürgermeister erwartet die CDU-Fraktion, dass er die Kündigungen mit sofortiger Wirkung rückgängig macht und arbeitsrechtlich überprüfen lässt. Sollten sich die beiden Mitarbeiterinnen überhaupt etwas zuschulden haben kommen lassen, dann würde eine Abmahnung  ausreichen. An den OB gerichtet fordert Henstenberg, endlich damit aufzuhören, die Verantwortung auf Dritte abzuwälzen.


Traurig findet Hengstenberg, dass sich die SPD in der Bargeld-Affäre nach wie vor als „Steigbügelhalter“ des OB missbrauchen lässt. Gerade die jüngsten Fakten würden eine eindeutige Sprache sprechen, dass die Bargeldabhebungen „von ganz oben“ angewiesen und gedeckt wurden. „Personalrat, städtische Betriebe, selbst der grüne Koalitionspartner glauben nicht mehr an das Märchen einer Einzeltäterin. Nur die Genossen stehen immer noch da und versuchen, die Kündigung gegenüber den zwei Mitarbeiterinnen auch noch zu rechtfertigen. Diese Nibelungentreue wird sich für die SPD nicht auszahlen“, prophezeit der CDU-Vorsitzende.


Gespannt ist Hengstenberg, wie sich Langemeyer in der Sitzung des Hauptausschusses am 04.09.08 aus der Affäre ziehen will. Bisher liegt den Ratsmitgliedern lediglich ein nichtssagender Zwischenbericht vor, der keinerlei Aussagen trifft, welche Führungskräfte in die Bargeldgeschäfte eingeweiht waren. „Die Stellungnahme des Personalrates sagt ja bekanntlich genau das Gegenteil. Sollte sich herausstellen, dass die Hauptbeschuldigte tatsächlich als Geldbotin des OB unterwegs war, so wäre dies als Hinweis zu werten, wo nach den noch fehlenden 400.000 Euro zu suchen wäre“, so Hengstenberg abschließend.


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