Rosemarie Liedschulte:“ Nicht Reden, sondern Handeln“


 Erneut haben betrunkene Jugendliche
 am vergangenen Wochenende für
 Polizeieinsätze gesorgt, da sie in den
 Nachtstunden die Anwohner in Wickede
 durch ihr lautstarkes Auftreten aus dem
 Schlaf gerissen haben. Die CDU sieht in
 diesem fortschreitenden Prozess, der bereits
seit 2006 anhält, ein unzureichendes Handeln der
Verwaltung bzw. von Rot/Grün.



Rosemarie Liedschulte, jugendpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion:
„Ich könnte mir die Haare raufen, wenn ich sehe, dass wir – mittlerweile zwei Jahre nach den ersten Ausschreitungen im Stadtbezirk – immer noch über die gleiche Problematik reden. Viel erstaunter bin ich dann, dass Friedhelm Sohn jetzt auf einmal die Einsicht hat, dass Jugendfreizeitstätten keine Alternative für diese Jugendlichen sind und, dass die Aufsuchende Arbeit im Vordergrund stehen muss. Nur zur Erinnerung: darauf haben wir bereits im September 2006 aufmerksam gemacht. Unsere Idee, mehr Streetworker einzusetzen, wurde von Rot/Grün abgelehnt. Genauso wie unsere Idee, sogenannte Jugendbuden – außerhalb von Wohngebieten – aufzustellen, in denen sich die Jugendlichen treffen können. Ich finde es sehr bedauerlich, dass wir wirklich gute Lösungsvorschläge und –ansätze liefern, diese aber im Rat keine Mehrheit finden.“


Liedschulte weist deutlich darauf hin, dass in allen Stadtbezirken eine vermehrte Bildung von informellen Treffpunkten Jugendlicher zu beobachten ist. Diese Jugendlichen fühlen sich in der Gruppe Gleichgesinnter stark und mit ihren Problemen und Sorgen aufgehoben.


„Informelle Treffpunkte sind eine Herausforderung, und die Politik muss sich schnellstens dieser stellen“, so Liedschulte. „Gespräche mit Betreibern von Internetcafés, wie von Friedhelm Sohn gefordert, zu führen, um über die Alkoholausgabe an Jugendliche zu sprechen, ist mehr als lächerlich. Gesprochen haben wir schon viel zu lange. Jetzt muss endlich gehandelt werden! Es reicht einfach nicht, nur die Symptome zu behandeln, sondern durch gezielte Maßnahmen müssen die Probleme an der Wurzel gepackt werden. Heißt, die Jugendlichen  trinken nicht  so  viel  Alkohol, weil ihnen gerade danach ist sondern, weil sie Probleme mit Elternhaus, Schule etc. haben. Wenn wir diese Spirale der Entwicklung aufhalten wollen, dann müssen wir mit gezielten Maßnahmen konsequent das Problem anpacken. Vorschläge, wie beispielsweise mehr Streetworker, mehr aufsuchende Arbeit, haben wir bereits in der Vergangenheit eingebracht. Und auch unser geforderter Sicherheits- und Informationsbus, der sich vor Ort sowohl der Probleme Jugendlicher, als auch um die der Anlieger annehmen sollte, fand leider keine Mehrheit.“


Verantwortlich: