Rosemarie Liedschulte: “Gespart wird wieder am falschen Ende“


 In der Haushaltskasse klafft ein
 Fehlbetrag von 27,4 Mio. Euro. Die
 Konsequenz, die Stadtkämmerin Uthemann
 daraus zieht, ist eine Haushaltssperre in
 einigen Bereichen der Verwaltung. Unter
 anderem sollen im Jugendamt 6,1 Mio. Euro
 eingespart werden. Die CDU im Kinder- und
Jugendausschuss kann hierüber nur den Kopf
schütteln, arbeitet doch gerade dieses Amt knapp an
seinen finanziellen Grenzen.



Rosemarie Liedschulte, jugendpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, sieht in der 10%igen Haushaltssperre für das Jugendamt einen rücksichtslosen Einschnitt, unter dem am Ende die Kinder zu leiden haben:
„Die Karnevalszeit hat zwar noch nicht begonnen, trotzdem fühle ich mich wie in einer Narrenhochburg. Das Jugendamt kämpft Jahr für Jahr darum, ihre Ziele mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zu erreichen, den Kindern und Jugendlichen in dieser Stadt Perspektiven und eine Zukunft zu bieten. Jetzt gerade in diesem Bereich sparen zu wollen, grenzt für mich an einen nicht durchdachten Irsinn, benötigen wir doch so dringend Personal zum Kinderschutz und aufsuchender Sozialarbeit.“


Liedschulte ist besonders enttäuscht darüber, dass OB Langemeyer vorrangig immer die Kinder- und Jugendarbeit in dieser Stadt auf ein Podest gestellt hat und sich selbst als Übervater der Familienpolitik in dieser Stadt gesehen hat. Die jetzigen Einsparungen sprechen nun für andere Wunschziele.


Dazu Liedschulte:
„In dieser Stadt wird das Geld mit vollen Händen für allen möglichen Unsinn verpulvert. Sei es eine total überteuerte Fahrradabstellanlage für 86.000 Euro oder die völlig unnütze Einrichtung von 4 Personalstellen für Gewerbesteuerprüfungen, die am Ende mehr Kosten als Ertrag produziert haben. Darüber hinaus zeigt uns die Bargeld-Affäre, dass das OB-Amt so viel Haushaltsgelder zur Verfügung hat, dass das Verschwinden von 1,1 Mio. Euro nur durch einen „dummen Zufall“ ans Licht kam. Für mich erweckt das ganze Szenarium den Eindruck, dass die Politik des OB’s einem Kartenhaus gleicht, was kurz vor einem Zusammenfall steht. Wenn wir in dieser Stadt weiterhin garantieren wollen, dass Eltern ein familienfreundliches Umfeld und, dass Kindern und Jugendlichen die Chancen zur individuellen Entwicklung gegeben wird, dann darf unter keinem Umständen der Geldbeutel des Jugendamtes geplündert werden.“


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