Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Brackel muss feststellen, dass die die Bevölkerung in Wickede an Wochenenden störenden Umstände nicht neu sind und sich seit Monaten immer wiederholen.
Die Behörden und auch die Dortmunder politischen Mehrheitsparteien (ROTGRÜN) haben scheinbar nichts daraus gelernt oder nicht die richtigen Handlungsansätze gefunden.
Empörend findet es die CDU-Fraktion Brackel, dass die Wickeder SPD Glauben machen will, dass in Wickede die Welt in Ordnung sei und Wickede „natürlich kein Brennpunkt““(WR vom Samstag) sei!!
Die CDU sieht das anders und sieht darin auch eine viel größere Notwendigkeit zum Handeln!
Die u.a. städtischerseits im Rahmen der Sozialen Stadt-Untersuchung erhobenen Fakten sprechen jedoch für große Gebiete Wickedes eine andere Sprache (Siehe Anlage):

  • Der Ort Wickede ist einer von den 13 schlechtesten Sozialräumen in Dortmund
  • 1091 Arbeitslose im Ort Wickede
  • 1219 SGB-II. Bedarfsgemeinschaften (Hartz IV)
  • 25% der unter 21jährigen erhalten erzieherische Hilfen in Wickede
  • Zunahme der Arbeitslosenquote um fast 20% im nördlichen Statistikbezirk „Wickeder Feld“ von 2002-2007
  • Über 40% der unter 15jährigen Jugendlichen/Kinder aus dem Wickeder Feld bzw. Gebiet „Langschede Straße“ beziehen Hartz IV-Leistungen (Dortmunder Durchschnitt 29%)

Die CDU-Fraktion ist der Ansicht, dass dem Problem der öffentlichen störenden Auftritte an mehreren Stellen begegnet werden muss.
Dazu nimmt CDU-Fraktionssprecher Christian Barrenbrügge, selbst mehrfacher Vater, Stellung:
„Zum einen muss besonders im Dortmunder Osten das Angebot für junge Menschen gegenwartsbezogen ausfallen, d.h. dem veränderten und spätabendlichen Freizeitverhalten muss u.a. auch mit viel längeren Öffnungszeiten der öffentlichen Jugendeinrichtungen begegnet werden. Aber auch neue Ideen müssen her.
Ebenfalls muss der gegebene rechtliche Rahmen der Ortssatzungen und Gesetze über einen langen Zeitraum konsequent umgesetzt werden. Hierbei ist es Aufgabe auch des Ordnungsamtes tätig zu werden, auch wenn es zu unattraktiven Arbeitszeiten nötig ist! Das Dortmunder Ortsrecht (§ 6, Satz 2) gibt hier Möglichkeiten vor, die auch kontrolliert werden müssten. Wiederkehrender Konsum von Alkohol im Straßenraum ist genauso wie der Verkauf von Alkohol aus Kiosken oder Tankstellen an Minderjährige verboten!! Es handelt sich hier wie so oft um ein Vollzugsdefizit!!
Zum anderen ist ebenfalls unverständlich, dass die Eltern der auffälligen Personen nicht auf ihre erzieherischen Pflichten verwiesen werden und deutlicher in die Pflicht genommen werden!
Dieses ist nur mit personellem Aufwand zu meistern und daher appelliert die örtliche CDU eindringlich an den Oberbürgermeister und die Stadtkämmerin, die aktuell angekündigte Haushaltssperre nicht auch noch bei dem chronisch unterfinanzierten Jugendamt anzusetzen- dieses soll allein 6.100.000 Euro einsparen!“

Darüber bemängelt die CDU, dass die oben genannten Punkte schon vor weit über einem Jahr öffentlich von der CDU gefordert wurden und bis heute keine sichtbaren Reaktionen erfolgten oder Lösungen wenigstens genannt wurden.
Die CDU sieht hier viel Handlungsbedarf auf allen Ebenen und Zuständigkeitsbereichen und wünscht sich eine bessere Zukunft für die Jugendlichen in Wickede, genauso wie für alle anderen Wickeder.
Die CDU kann nicht nachvollziehen, warum die ehemalige „Sozialdemokratisch“ ausgerichtete Partei in Wickede diese Umstände über Jahrzehnte nicht angegangen ist und jetzt den status quo nicht wahrnehmen will!!

Für die CDU steht fest, „dass die Jugendlichen ein Anrecht auf ordentliche altersgerechte Einrichtungen haben und die CDU weiß auch, dass nicht alle diese Angebote diese nutzen. Das ist auch nicht das Ziel“, so Barrenbrügge abschließend. „Wer jedoch andere Freizeitpraktiken tätigt, der muss auch wissen, dass für Jugendliche wie für Erwachsene der gleiche Rechtsrahmen gilt und dieser auch von Jugendlichen einzuhalten ist! Andernfalls sind Sanktionen möglich und wie man sieht auch nötig! Diese Position wird die CDU in der BV Brackel weiterhin beibehalten und versuchen umzusetzen.“


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