Walter Knieling: “Großer Gewinn für Schüler und Eltern“


 Die Ganztagsoffensive der
 Landesregierung NRW sieht vor, dass nun
 auch die Gymnasien und Realschulen den
 Ganztagsbetrieb an ihren Schulen einführen.
 Die CDU befürwortet diese Absicht sehr, sieht
 sie darin einen großen Schritt in Richtung
 Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Dennoch sieht sie auch das Problem, dass die nötigen
Räumlichkeiten und Einrichtungen an vielen Schulen
fehlen und nicht „über Nacht“ eingerichtet werden
können.



Walter Knieling, Schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion:
„Ganztagsunterricht an Schulen ist eine sinnvolle Einrichtung in vielerlei Hinsicht. Zum einen können Eltern Familie und Beruf viel besser vereinbaren, da sie ihr Kind in der Schule gut aufgehoben wissen. Zum anderen ist es auch sinnvoller, wenn Kinder am Nachmittag in der Schule – gemeinsam mit Schulkameraden – ihre Hausaufgaben unter Aufsicht erledigen, als sich zu Hause oder im Kaufhaus vor die Playstation zu setzen. Dennoch sehe ich auch ein erhebliches Problem in der Raumsituation an vielen Schulen. Die Bedarfe waren in der Vergangenheit immer andere. Spätestens um 14.00 Uhr war kein Schüler mehr in der Schule und an Speisen gab es nur das, was die Caféteria anbot. Ich kann die Schulleiter gut verstehen, die sich jetzt erst einmal überrollt fühlen und in der Ganztagsoffensive eine ad hoc-Handlung sehen.“


Knieling sieht nun die Landesregierung gefordert, die über die Förderung von 100.000 Euro pro Schule hinaus, mehr Gelder bereit stellen muss. Aber auch die Stadt selbst muss nun ihre Prioritäten neu festlegen.


„In einem Gespräch mit der Ministerin für Schule, Barbara Sommer, und dem Staatssekretär, Günter Winands, werde ich in der nächsten Woche die Problematik ansprechen und deutlich machen, dass das Land mehr Gelder für den Ganztag zur Verfügung stellen muss“, so Knieling. „Darüber hinaus muss aber auch die Stadt erkennen, dass sie für eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf und für eine gute Ausbildung unserer Kinder, Investitionen in die Hand nehmen muss. Immerhin sollte die Bildung und die gute Betreuung in der Schule in der Werteskala ganz oben stehen.“


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