Mitgliederbefragung schallende Ohrfeige für Drabig


  CDU-Ratsfraktion und CDU-Kreispartei
  sind sich einig: Bei der SPD ist das
  nackte Chaos ausgebrochen. Anders
  sei es nicht zu erklären, dass kaum
  24 Stunden, nachdem Stadtdirektor
  Stüdemann als OB-Kandidat der
  Genossen aus dem Hut gezaubert
  wurde, nunmehr eine Mitgliederbefragung durchgeführt werden soll, bei der neben Langemeyer und Stüdemann zusätzlich auch noch Ulrich Sierau zur Auswahl stünde.



War das Vorgehen der SPD-Spitzen gegenüber OB Langemeyer gestern noch ein Intrigantenstadel, so ist die neuerliche Wendung an Orientierungslosigkeit in der SPD nicht mehr zu überbieten und steht unter der Überschrift Dilettantenball, urteilt die CDU in einer ersten Bewertung.


Als schallende Ohrfeige für den Parteivorsitzenden Franz Josef Drabig bewertet der stellv. CDU-Vorsitzende Uwe Waßmann die neuerliche Wendung. „Wenn ich Drabig wäre, würde ich zurücktreten“, so Waßmann. Der Putsch gegen Langemeyer sei kläglich gescheitert, stattdessen würde jetzt ein Trio zur Auswahl stehen. „Vielleicht wählen die Genossen ihren Kandidaten jetzt ja per Abzählreim oder schicken Ulrich Stüdemeyer ins Rennen“, spottet Waßmann.


CDU-Fraktionsvorsitzender Frank Hengstenberg zu seinem SPD-Pendant Ernst Prüsse: „Sie haben es doch gar nicht nötig, sich von Drabig aufs Glatteis führen zu lassen“. Der erneute Schwenk innerhalb der SPD sei auf starken Gegenwind innerhalb der SPD-Fraktion zurückzuführen. Stüdemann genieße nicht den Rückhalt und hätte bereits vor einem halben Jahr in der Frage des Stadtdirektors gegenüber Sierau verloren, erinnert Hengstenberg.


Als skandalös bewertet die CDU auch die Tatsache, dass die SPD das Dortmunder Rathaus für ihre Parteipressetermine missbraucht.
„Die Herrschaften haben ihre Schlammschlacht nicht im Rathaus der Bürger zu führen, sondern in ihrer roten Baracke“ sind sich Hengstenberg und Waßmann einig.


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