Hengstenberg: „Unrecht beseitigt – Chaos bleibt“

 Die CDU-Fraktion begrüßt die
 Rücknahme der fristlosen Kündigungen von
 zwei  Mitarbeiterinnen der Dortmunder
 Stadtkasse. Es sei überdeutlich geworden,
 dass die Entlassungen unverhältnismäßig
 waren und die wirklich Schuldigen laufen
 gelassen werden sollten, meint CDU-Fraktionsvorsitzender Frank Hengstenberg.



Wie berichtet, werden die beiden Mitarbeiterinnen in einem anderen Fachbereich als der Stadtkasse zu den vorherigen arbeitsvertraglichen Bedingungen weiterbeschäftigt.
 „Die CDU-Fraktion wird sehr darauf achten, dass die beiden Beschäftigen an ihrer neuen Stelle unbeschädigt ihren Dienst verrichten können“, so Hengstenberg.


Allerdings sei die Begründung der Personaldezernentin Dr. Christiane Uthemann an Peinlichkeit und Dilettantismus nicht mehr zu überbieten. Wenn sie ausführt, dass „im Laufe weiterer Ermittlungen entlastende Umstände bekannt geworden“ seien, so werfe das ein schlechtes Licht auf die Personalführung und unterstütze nur die Vermutung, dass die zwei Mitarbeiterinnen lediglich „Bauernopfer“ seien sollten. „Fürsorglicher Umgang mit den Mitarbeitern sieht anders aus. Die jetzige Rolle rückwärts wird sicher nicht dazu führen, die Misstrauenskultur, Demotivation und schlechte Stimmung zu beheben“, so Hengstenberg.


Die CDU-Fraktion fordert weiterhin, dass nichts unter den Teppich gekehrt und auf allen Führungsebenen nach den Verantwortlichen für das Verschwinden der insgesamt 1,1 Mio. Euro gesucht wird. Die jetzt eingeleiteten Ermittlungen gegen zwei Amtsleiter seien insofern nur konsequent und längst überfällig.


In diesem Zusammenhang wiederholt Hengstenberg die Forderung, ein eigenes Personaldezernat bei der Stadtverwaltung einzurichten. Die Stadtkämmerin hätte genügend zu tun, den mit 1,6 Milliarden Euro verschuldeten Haushalt zu sanieren. „8000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben es verdient, ordentlich geführt zu werden“, so Hengstenberg.


Der jetzige Vorfall sei ein weiterer Baustein in einer unglaublichen Serie mangelnder Personalführung. Die Erstellung geheimer Mitarbeiterdossiers im Gesundheitsamt, der „Maulkorberlass“ für sämtliche Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie das Theater über fristlose Kündigung, fristgerechte Kündigung und nunmehr Rücknahme der Kündigung mache deutlich, dass man nach der politischen Verantwortung fragen müsse. Insofern wiederholt die CDU-Fraktion ihren Vorschlag, in der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses das Thema „Personalführung“ als Punkt von besonderer Bedeutung zu erörtern.


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