Walter Knieling: “Ganztag in Dortmund muss Pflichtaufgabe sein“

 Die NRW-Landesregierung startet den
 Ausbau des Ganztags in der Sekundarstufe I,
 und stellt hierfür zusätzlich 175 Millionen
 Euro für die Jahre 2009 und 2010 zur
 Verfügung, die für Personalkosten (75 Mio.
 Euro) und für Investitionen (100 Mio. Euro)
 genutzt werden sollen.
Die CDU-Fraktion in Dortmund sieht in dieser
Offensive einen weiteren positiven Baustein in der
Bildungslandschaft, bemängelt aber, das sowohl von
Rot/Grün als auch von anderen Stellen diese
Umsetzung blockiert wird.



Walter Knieling, schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion:
„Wir wollen alle ein Bildungsniveau in unseren Schulen erreichen, das mit anderen europäischen Ländern vergleichbar ist – darin sind wir uns einig. Dann müssen wir auch jetzt die Chance nutzen und „auf den Zug“ Ganztagsoffensive in allen Schulformen aufspringen. Das Land NRW ebnet dafür den Weg: die Schulpauschale ist in 2008 von 460 Mio. Euro auf 540 Mio. Euro erhöht worden und zusätzliche 175 Mio. Euro für den Ausbau des Ganztags in der Sekundarstufe I werden bereit gestellt. Einige Gymnasien und Realschulen in Dortmund haben bereits jetzt die Voraussetzungen, um einen Ganztagsunterricht anzubieten. Auch wenn der Einstieg in den Ganztag zuerst von Veränderungen und Umstrukturierungen begleitet wird, sollte doch der Nutzen für die Schüler im Vordergrund stehen.“


Knieling kann die Stimmen in Dortmund nicht verstehen, die sich vehement gegen einen Ganztagsunterricht in der Sek. I aussprechen. Gedacht sei von der Landesregierung nicht, im „Hopla Hop-Verfahren“ alle Schulen auf den Ganztag umzustellen, sondern nach und nach den Schulen die Möglichkeit zu bieten, sich für diese Form zu entscheiden.


Knieling weiter:
„Die PISA-Studie – auch wenn diese schon etwas her ist – zeigt uns deutlich auf, das wir in Sachen Bildung im Vergleich zu unseren Nachbarländern hinterher hinken. In Ländern wie Frankreich oder den Niederlanden ist es völlig normal, dass Kinder in der Sek. I Ganztagsunterricht haben. Wenn man die Angst vor Veränderungen nicht überwindet, werden wir in gewissen Bereichen nie voranschreiten. Zur Sitzung des Schulausschusses wird die CDU-Fraktion fordern, dass zum nächsten Schuljahresbeginn je ein Gymnasium und eine Realschule in den Ganztagsbetrieb einsteigen. Mit den zunehmenden Veränderungen in unserer Gesellschaft – angefangen in der Familie, dem Arbeitsmarkt – muss sich auch die Struktur in unseren Schulen diesen Veränderungen anpassen. Ich hoffe nur, dass die Stimmen der Gegner diesen Fortschritt nicht aufhalten und damit Dortmunds Schullandschaft ins Abseits stellen.“


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