Frank Hengstenberg: “Personalpolitik ist menschenunwürdig“

 Für erneute Aufruhe sorgte die Meldung,
 dass FABIDO 15 Kinderpflegerinnen, die auf
 Weiterbeschäftigung klagen wollten,
 unbefristet einstellt, dafür aber 15
 Erzieherinnen mit befristeten Verträgen ihren
 Job verlieren. Die Ursache, so FABIDO, sei
 die schlechter gestellte finanzielle Situation seit
Einführung des KIBIZ.
Frank Hengstenberg, Vorsitzender der CDU-Fraktion,
sieht in diesem Personalgerangel eine unzumutbare
Situation für alle Beteiligten, für die schnellstmöglich
eine angemessene Lösung gefunden werden muss.



Dazu Hengstenberg:
„Mit Personal umzuspringen, als sei man auf dem Jahrmarkt, ist menschenunwürdig und eine Rechtfertigung dafür kann es nicht geben. Verständlich, dass bei allen Kindertageseinrichtungen mittlerweile ein Klima herrscht, welches von Angst und Ungewissheit bestimmt wird. Das sich ein solches Klima auf die ganze Betreuungssituation auswirkt ist nur verständlich. Was jetzt her muss, ist eine präzise Personalplanung, um langfristig den Beschäftigen Sicherheiten zu bieten. Denn momentan gleicht die Personalführung der Stadt eher den Rasenmähermethoden einiger Großkonzerne. Die Geschäftsführung von FABIDO muss die Prioritäten für eine adäquate Kinderbetreuung festlegen und dementsprechend handeln. Die Investition in den Erhalt der Arbeitsplätze von Kindererzieher/innen – und somit in die Zukunft von Kindern – zahlt sich am Ende immer aus und sollte der Stadt einiges Wert sein.“


 Rosemarie Liedschulte, Vorsitzende des
 Betriebsausschusses FABIDO, sieht die Stadt
 und den OB gefordert, die ihre Schwerpunkte
 immer auf Kinder, Schule und Erziehung
 gelegt haben.


„Wenn wir Eltern in Dortmund optimale Wohnverhältnisse bieten wollen, gehört auch die Qualität in Kindertageseinrichtungen und Schulen dazu“, so Liedschulte. „Es reicht nicht aus, in Hochglanzbroschüren die Angebote der Stadt anzupreisen, wenn bei der Umsetzung die Kinder auf der Strecke bleiben. Unzufriedene Eltern heißt auch weniger Familien, die sich für Dortmund entscheiden. Ich hoffe sehr, dass irgendwann in den Köpfen der „Macher“ in dieser Stadt ankommt, dass es um KINDER geht, und nicht um eine Ware, die es auf dem Krabbeltisch im Angebot gibt.“


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