Die CDU-Fraktion will ihr ökologisches
  Profil weiter schärfen. Thomas Pisula,
  umweltpolitischer Sprecher der Ratsfraktion,
  will die Verwaltung prüfen lassen, an
  welchen Stellen im Dortmunder Stadtgebiet
  die Nutzung der im Abwasser enthaltenen
  Energie zu Heiz- und Kühlzwecken möglich ist.
  Ein entsprechender Antrag werde im Umweltausschuss am 15.10.08 eingebracht, so Pisula.

Folgende Überlegung steckt hinter dem Konzept: Die Temperatur des Abwassers bewegt sich ganzjährig zwischen 10 und 20 Grad Celsius. Abwasser ist somit im Sommer kühler und im Winter wärmer als die Umgebungsluft. Über für diesen speziellen Zweck geeignete Wärmetauscher und Wärmepumpen kann diese Temperaturdifferenz im Sommer zur Kühlung und im Winter zur Beheizung von Gebäuden genutzt werden. Erste Pilotanlagen sind in Singen, Waiblingen und Leverkusen bereits eingerichtet, weiß Pisula


Besonders günstig seien die Voraussetzungen für Kühlen und Heizen mit Abwasser dort, wo in der Nähe von großen Abwasserkanälen oder von Kläranlagen Bauten oder Quartiere mit einem hohen Wärmebedarf vorhanden sind wie z.B. Verwaltungsgebäude, Wohnsiedlungen, Gewerbe- und Industriebauten, Schulen und Sportanlagen. Solche Standorte ließen sich im Dortmunder Stadtgebiet sicher zuhauf finden, ist sich Pisula sicher.


Die CDU-Fraktion hofft, das man mit dem Prüfauftrag auch das ökologische Herz der rot-grünen Koalition im Sturm erobern wird. Immerhin sei „Energiesanierung“ ja eins der Lieblingsthemen in den zurückliegenden vier Jahren der SPD-Grünen-Regierung gewesen.


Umweltsprecher Pisula erläutert deshalb schon einmal die ökologischen Vorteile der innovativen „Energie aus Abwasser“-Technik. Im Vergleich zu Öl- und Gasheizungen oder herkömmlichen Klimageräten würden effiziente Abwasserwärmepumpen über die bessere Energiebilanz verfügen und weniger Luftschadstoffe verursachen. Dies mache sie sowohl für Firmen und Investoren interessant, die als fortschrittlich und innovativ auftreten möchten, als auch für Kommunen, die sich zu einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen verpflichtet hätten. „Und da stellt sich Dortmund ja gerne ans die Spitze der Bewegung“, so Pisula.


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