Hengstenberg: „Kliniksanierer bleibt ohne Befugnisse“


 Die CDU-Fraktion reagiert empört auf
 den neuerlichen Alleingang des SPD-Mannes
 Langemeyer bei der Auswahl eines
 erfahrenen Kliniksanierers. „Wieder einmal
 will Herr Langemeyer am Rat vorbei eine
 einsame Entscheidung treffen,“ so CDU-
 Fraktionsvorsitzender Frank Hengstenberg.



Ohne die Kompetenz des Beratungsunternehmens Roland Berger überhaupt nur in Zweifel ziehen zu wollen, hält es die CDU für unabdingbar erforderlich, dass der Rat im Vorfeld über die wesentlichen Eckpunkte  der Vergabe inhaltlich und verfahrensmäßig informiert wird. „Dies hatte der Rat nämlich erst vor kurzem beschlossen“, ärgert sich Hengstenberg über die Missachtung dieses Votums durch den Oberbürgermeister.


Auch eine weitere Botschaft stößt bei den Christdemokraten auf größtes Unverständnis. Roland Berger Strategy Consultants seien ja bekanntlich so etwas wie der Mercedes unter den Beratungsunternehmen und würden sich dies dementsprechend bezahlen lassen. Im Falle der Kliniksanierung plane der Oberbürgermeister jedoch, dass seine SPD-Parteifreundin und derzeitige Hauptgeschäftsführerin der Klinikum Dortmund gGmbH Mechthild Greive bei Meinungsverschiedenheiten weiter den Kurs bestimmen kann. „Die extrem teuren Berater dürfen beraten, nicht mehr. Das ist ein unhaltbarer Zustand. Die SPD muss endlich den Wackelkurs beim Klinikum beenden und klare Kompetenzen schaffen“, greift Hengstenberg die rot-grüne Ratsmehrheit an.


Die CDU-Fraktion wird daher in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 30.10.2008 erneut den Antrag stellen, dass der Sanierungsbeauftragte für den Zeitraum der Sanierung den Vorsitz in der Geschäftsführung erhält. „Frau Greive hat es über Jahre gezeigt, dass sie es nicht kann. Das Klinikum ist immer weiter in die roten Zahlen gerutscht, ohne dass die Geschäftsführung Perspektiven für eine mittelfristige Gesundung aufzeigen konnte“, begründet Hengstenberg seine erneute Kritik an der Hauptgeschäftsführerin.


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