Der Rat der Stadt Dortmund soll am
 kommenden Donnerstag ein Förderprogramm
 für den Erwerb von Wohneigentum und den
 Bau von Mietwohnungen beschließen. „Ein
 grundsätzlich guter Gedanke, nur leider zu
 kurz gesprungen“, so der finanzpolitische
 Sprecher der CDU-Fraktion Udo Reppin.

Die Verwaltung schlägt lediglich vor, die Eigentumsförderung sowie den Mietwohnungsbauförderung für Neubauten vorzusehen. Die Förderung des Bestandes ist ausdrücklich nicht angedacht. In einem Antrag zur Ratssitzung will die CDU-Fraktion die neue Förderpraxis für junge, kinderreiche Familien daher auch auf den Wohnungs- und Eigenheimbestand ausweiten. Eigentümer sowie Vermieter sollen somit Anreize erhalten, durch Um- und Ausbaumaßnahmen zusätzliche Angebote für Familien zu schaffen.


Udo Reppin begründet die Initiative der CDU wie folgt:
“Der Wohnungsmarkt hat sich in Dortmund in den vergangenen Jahren merklich entspannt. Gebäude- und Wohnungsleerstand ist nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel. Häufig jedoch entsprechen die vom Leerstand betroffenen Häuser und Wohnungen nicht den heutigen Anforderungen an Größe und Ausstattung. Um entsprechende moderne Angebote für junge, kinderreiche Familien auch im Bestand zu schaffen, soll die Verwaltung auch Vorschläge für dieses Teilsegment des Wohnungsmarktes unterbreiten“.


Mit der Ausweitung auf den Bestand würde man nach Meinung der CDU-Fraktion zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Auf der einen Seite würde man gemäß dem Motto „verdichten statt vernichten“ wertvollen Freiraum schützen und stattdessen Leerstände beseitigen. Auf der anderen Seite gäbe es zunehmend junge Familien, die das „urbane Flair“ schätzen würden und ganz gezielt nach großen Wohnungen in klassischen Altbauquartieren wie dem Kreuz- oder Klinikviertel suchen würden.


Wichtig ist der CDU-Fraktion in ihrem Antrag, dass die ökologischen Anforderungen an eine mögliche Förderung nicht zu hoch geschraubt würden. Die zwanghafte Einhaltung des sog. „KFW-60-Standards“, also einer sehr strengen Vorgabe bezüglich des Energieverbrauches, sei in Altbauten nicht oder mit nur sehr hohem Kapitaleinsatz möglich, so Reppin.


Abschließend fordert die CDU-Fraktion, dass das neue Förderprogramm von Beginn an im städtischen Haushalt abgebildet wird und entsprechende Mittel zur Verfügung gestellt werden. „Der jetzt vorgeschlagene Umweg über den Schattenhaushalt Sondervermögen soll nur dazu dienen, den maroden Haushalt nicht zusätzlich zu belasten. Unter dem Aspekt der Haushaltswahrheit und Haushaltsklarheit sollte das Förderprogramm jedoch direkt im Haushalt finanziert werden. Die jungen Familien müssten uns die veranschlagten 750.000 Euro allemal wert sein“, so Finanzsprecher Reppin abschließend.


Verantwortlich: