Frank Hengstenberg: „Dortmund braucht Kompetenzen statt nur Schreibtische“


 CDU-Fraktionsvorsitzender Frank
 Hengstenberg will den Druck auf den Essener
 Energieriesen RWE erhöhen. Er erinnert
 daran, dass der Rat im Jahr 2000 seine
 Zustimmung zur Fusion zwischen der VEW
 und der RWE an Bedingungen geknüpft
 hatte, die nunmehr in weiten Teilen keine Rolle mehr zu spielen scheinen.



Seinerzeit hatte sich der Rat dafür ausgesprochen, dass wichtige Unternehmensteile und Kompetenzen des neuen Konzerns am Standort Dortmund bleiben. Diese Vereinbarung scheint die RWE jetzt nicht mehr zu interessieren, kritisiert Hengstenberg.


Beispiele seien laut CDU-Fraktionschef Hengstenberg die Zerschlagung der Harpen AG sowie die Herabstufung der RWE Systems AG zur RWE Service GmbH. Als neue Hiobsbotschaft für den Standort Dortmund  wertet Hengstenberg auch die Ankündigung der Essener Konzernleitung, die RWE Energy AG aufzulösen und die Westfalen-Weser- Ems AG mit der Rhein-Ruhr AG zu verschmelzen. „Dortmund braucht aber Kompetenzen, nicht nur Schreibtische“, fordert Hengstenberg den RWE-Konzern auf, sich nicht komplett vom Standort zu entfernen.


Als zukunftsträchtig betrachtet die CDU-Fraktion das Engagement des Konzerns im Bereich der regenerativen Energien. „Mit Gründung der RWE-Innogy setzt man aufs richtige Pferd. Schön wäre es, wenn die Öko-Sparte ihre Zentrale nach Dortmund verlegen könnte. Dann würde wenigstens ein kleiner Ausgleich für den jüngsten Kompetenzverlust geleistet werden“, so Hengstenberg.


Vom RWE-Konzern erwarten die Dortmunder Christdemokraten, dass die Konzernspitze schnellstmöglich ein deutliches Bekenntnis zum Standort Dortmund abgeben. Als „Pfeil im Köcher“ bewertet Hengstenberg die anstehenden Gespräche über die weitere Zusammenarbeit zwischen der Stadt Dortmund und dem RWE Konzern bei der DEW 21 nach dem Jahr 2014.


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