Knud Follert: „Straßen sanieren statt Anwohner zur Kasse bitten“

 Auf heftigen Widerstand
 innerhalb der CDU-Ratsfraktion stößt
 der Plan der Stadtverwaltung, auf
 Teilen der Kreuzstraße und
 Wittekindstraße einen Radweg für
 insgesamt 165.000 Euro einzurichten.



Knud Follert, planungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, nennt Gründe.
„165.000 Euro für ungefähr 165 Meter Radweg macht 1000 Euro pro Meter. Das ist in Zeiten knapper Kassen finanziell nicht nachvollziehbar.“
Dem Ganzen die Krone aufsetzen würde die geplante Heranziehung der Anwohner. Insgesamt sollen nach Willen der Verwaltung 60 Prozent des umlagefähigen Aufwandes auf die Grundstückseigentümer umgelegt werden. „Grüne Ideologie auf Kosten der Steuerzahler machen wir jedoch nicht mit“, so Follert.


Der geplante beidseitige Radweg sei am tatsächlichen Bedarf vorbei geplant, da die Kreuzstraße nicht in großem Stile von Radfahrern genutzt würde. Follert, der selbst zwei Fahrräder besitzt und diese auch in der Innenstadt nutzt,  schlägt daher vor, die Mittelstraße als Ausweichstraße für Radfahrer vorzusehen und damit eine für Radfahrer akzeptable und sichere Verbindung zwischen Wittekindstraße und Hohe Straße zu schaffen.


Die CDU-Fraktion weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Kreuzstraße die Haupterschließungsachse des gesamten Kreuzviertels sei. Sämtliche Verkehre zwischen der Innenstadt und Hombruch sowie zwischen der Innenstadt und der B1 Richtung Bochum würden über die Kreuzstraße abgewickelt. Ein wie jetzt von der Verwaltung vorgeschlagener Rückbau von vier auf drei Fahrspuren zugunsten der beidseitig geplanten Radwege sei daher völlig inakzeptabel.


Die Christdemokraten schlagen jedoch vor, die 165.000 Euro in das teilweise marode Straßennetz im Kreuzviertel fließen zu lassen. „Statt einen teuren Radweg zu bauen, sollten wir lieber das Straßennetz nachhaltig sanieren und nicht nur Teer in die Schlaglöcher kippen. Schlaglöcher stellen insbesondere auch für Radfahrer einen großen Gefahrenherd dar. Insofern müssten insbesondere auch die Radfahrer Interesse an einem durchgängigen, schlaglochfreiem Straßennetz haben und nicht nur punktuelle Verbesserungen durch Radwege fordern,“ so Follert abschließend.


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