Walter Knieling: “Zukunft der Kinder muss ausschlaggebendes Kriterium sein.“


 Die Anmeldezahlen an einigen
 Hauptschulen sind stark rückläufig.
 Dennoch hält die CDU weiter an der
 Schulform – und damit am dreigliedrigen
 Schulsystem fest – da diese ein wichtiger
 Baustein in der Bildungspolitik sind.



Walter Knieling, schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion:
„Jahrzehntelang wurde die Hauptschule von rot/grün zum Stiefkind gemacht, dass man jetzt am liebsten im „Hopla Hop-Verfahren“ loswerden möchte. Wenn ich über Jahre hinweg sehr überzeugend darstelle, dass eine Schulform aus der Mode gekommen ist, nur damit man seine eigene favorisierte Einheitsschule durchsetzen kann, dann muss es einen nicht wundern, dass sich bei Eltern Unsicherheit einnistet. Sich jetzt wie Hyänen über die Hauptschulen herzumachen, ist einfach nur geschmacklos. In den Hauptschulen sind noch sehr viele engagierte Lehrer, für die es ein Schlag ins Gesicht darstellen muss, dass ihr Arbeitsplatz tot geredet wird. Und auch die große Schülerzahl, die mit einem Hauptschulabschluss im Leben und in der Berufswelt Fuß fassen wollen, nimmt man durch das immer währende Angreifen die Motivation.“


Die CDU hält daran fest, dass man den Hauptschulen – insbesondere auch den Ganztagshauptschulen – die Zeit lassen muss, sich aufzubauen und sieht die Politik in der Pflicht dafür Sorge zu tragen, dass auch diese Schulform künftig von Eltern gewählt wird, weil sie für Qualität und Zukunft steht.


„Politik steht nicht dafür, immer den einfachsten Weg zu gehen, auch wenn der Mensch dazu sehr schnell neigt“, so Knieling. „Aufgabe der Politik ist es, das Beste für die Menschen in der Stadt zu tun. Und nur, weil die Hauptschulen zur Zeit sehr wenig, die Gesamtschulen dafür aber sehr viel Anmeldungen verzeichnen, können wir nicht einfach sagen „dann schließen wir eben alle Hauptschulen und öffnen mehr Gesamt- oder Einheitsschulen“. Pflichtaufgabe muss es sein, die Hauptschule wieder zu einer starken Säule des gegliederten Schulsystems zu machen. Wie können sich die Grünen nur Bildungspolitiker nennen, bedenken aber nicht im Entferntesten, dass wir durch eine Einheitsschule über kurz oder lang den Anschluss an das bundes- und europaweite Bildungsniveau vollends verlieren würden. Geben wir doch jetzt bitte den Hauptschulen die Möglichkeit, sich am Schulmarkt zu beweisen. Und wenn wir die nötige Unterstützung zusichern, wird auch diese Schulform bald wieder in Höchstform sein.“


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