Rosemarie Liedschulte: “Arbeit der Verwaltung ist skandalös“

 Im Dezember 2006 fasst der Rat
 den Beschluss, zur Feststellung des
 Personalbedarfs bei den
 Jugendhilfediensten eine externe
 Beratung in Auftrag zu geben, die im
 Juni 2007 vorlag. In der heutigen
 Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses,
fast zwei Jahre später, liegt dem Ausschuss im
nichtöffentlichen Teil eine Vorlage zur
Empfehlung vor, die sich mit der Einführung
eines neuen Fachverfahrens befasst. Für die
CDU ist es ein Armutszeugnis, dass man in
2008 immer noch damit beschäftigt ist, die
Konsequenzen des Gutachtens umzusetzen.



Rosemarie Liedschulte, jugendpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion:
„Im November 2006 gingen die Mitarbeiter der Jugendhilfedienste auf die Barrikaden, um auf ihre unhaltbare Situation aufmerksam zu machen. Rot/Grün schenkte diesen Leuten aber wenig Bedeutung und gab lieber erst ein externes Gutachten in Auftrag, das die tatsächliche Situation darstellen sollte. Das Gutachten lag im Juni 2007 vor und machte deutlich, dass mehr Personal und Umstrukturierungen von bürokratischen Abläufen von Nöten sei. Schleppend fing man dann damit an, mehr Personal einzusetzen. Dass aber heute erst eine Vorlage auf dem Tisch liegt, die sich immer noch mit den Auswirkungen des Gutachtens beschäftigt, ist nicht nur unglaublich, sondern ist eine bodenlose Unverschämtheit gegenüber allen Mitarbeitern bei den Jugendhilfediensten, die bis heute immer noch auf die Umsetzung der Ergebnisse warten.“


Für die CDU ist es völlig unverständlich, dass die Verwaltung fast zwei Jahre nach dem externen Gutachten noch immer nicht in der Lage war, die Ergebnisse vollständig umzusetzen. Im Kinder- und Jugendausschuss will die CDU geklärt wissen, wer für diese Verzögerung verantwortlich ist und, warum man die besorgten Aussagen der Mitarbeiter der Jugendhilfedienste derart missachtet.


„Der Prozess einer Verbesserung bei den Jugendhilfediensten schreitet nicht voran, indem man Jahre später immer noch mit der Umstrukturierung beschäftigt ist. Ich frage mich nur, wer mit dieser Herausforderung überfordert und für die existierenden Umstände verantwortlich ist. Ein Szenarium, wie einst mit den Mädchen in Mengede, die ihrem Vater beim Sterben zusehen mussten, darf nicht mehr vorkommen. Dennoch hat die Verwaltung in dieser Hinsicht immer noch fehlgeleitete Prioritäten, wenn eine Kulturhauptstadt 2010 oder die Verschiebung von Wahlen wichtiger erscheint, als optimal aufgestellte Jugendhilfedienste und somit die Sicherheit von Kindern“, so Liedschulte abschließend.


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