Frank Hengstenberg: “Frei Träger, Verbände und Vereine berücksichtigen“


 Die Vorschlagsliste der
 Verwaltung, welche Maßnahmen aus
 dem Konjunktur II-Paket finanziert
 werden sollen, steht. Für großes
 Erstaunen sorgte bei der CDU die
 Tatsache, dass die freien Träger, Verbände
 und Vereine hier keinerlei Berücksichtigung
finden und mit keiner einzigen Maßnahme
erwähnt werden.



Frank Hengstenberg, Vorsitzender der CDU-Fraktion, zeigt sich ärgerlich, dass die Verwaltung den großen Topf für sich allein beansprucht:
„Der Spruch „Geld verdirbt den Charakter“ scheint wohl auch auf unsere Führungsspitze zuzutreffen. Kaum wird der große Geldsack geöffnet, wird das sonst so hoch gepriesene Miteinander von den großen funkelnden Augen der Verwaltung überschattet, die als erstes sich selbst bedienen will. Dass das System in unserer Stadt nur funktioniert, weil die freien Träger, Verbände und Vereine einen Großteil der Arbeit leisten, wird dabei völlig missachtet. Nicht nur ein Schlag ins Gesicht aller Wohlfahrtsverbände, die sich seit je her für die Menschen in dieser Stadt engagieren, sondern auch ein bitteres Armutszeugnis für die Führungsspitze, die vor Gier keine „Brüder“ mehr kennt.“


Was der CDU besonders missfällt, ist die Tatsache, dass viele Gebäude der freien Träger, Verbände und Vereine sich in einem derart maroden Zustand befinden, dass es für die Stadt eigentlich eine Pflichtaufgabe darstellen muss, hier zu investieren.


„Der Begriff „Substanzerhaltung“ war für die Dortmunder Führungsriege stets ein Fremdwort. Nur aus diesem Grund befinden sich unsere Schulen und Kindertagesstätten heute in einem solchen Zustand, dass ein Aufenthalt in diesen Gebäuden einer Bestrafung gleich kommt. Worüber sich ganz hinweg gesetzt wird, ist die Tatsache, dass die Mittel aus dem Konjunktur II-Paket trägerneutral zu gewähren sind und die Städte Maßstäbe für die Beteiligung der freien Träger entwickeln müssen. Diese Vorgabe der Landesregierung wurde in Dortmund wohl überlesen. Aber Gier kann einem bekanntlich ja die Sicht vernebeln. Ich kann nur hoffen, dass in der Ratssitzung am nächsten Donnerstag, in der das Paket beschlossen wird, Rot/Grün Einsicht zeigt und die freien Träger, Verbände und Vereine in gleichem Maße Berücksichtigung finden, wie die städtischen Einrichtungen. Denn über eins sollte sich Rot/Grün im Klaren sein: Dortmund braucht die freien Träger auch weiterhin als verlässlichen Partner, und diesem Partner sollte man nicht vor den Kopf stoßen, sondern mit ins Boot nehmen“, so Hengstenberg abschließend.


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