Walter Knieling: “Sprecher der Hauptschulen stellt sich selbst ein Armutszeugnis aus“

 Dass jetzt der Zug für die
 Hauptschulen abgefahren sei, wie vom
 Sprecher der Hauptschulen, Joachim
 Eckardt, behauptet, sieht die CDU
 ganz und gar nicht. Und, dass gerade
 der Sprecher der Hauptschulen selbst
 seinen eigenen Arbeitsplatz quasi tot redet,
ist für Walter Knieling, schulpolitischer
Sprecher der CDU-Fraktion, in keiner Weise
nachvollziehbar.



Dazu Walter Knieling:
„Es ist schon ein Paradoxon, wenn jemand seine eigene Arbeitsstelle als Auslaufmodell beschreibt. Das kann sich auch nur jemand erlauben, der kurz vor der Pensionierung steht und der nach dem Motto handelt „nach mir die Sintflut“. Natürlich gibt es Hauptschulen, die eine sehr geringe Anmeldezahl von Schülern verzeichnen. Und natürlich ist es auch zu überlegen, Hauptschulen zusammen zu legen, wenn zwei oder mehrere Hauptschulen in einem Bezirk sind. Dennoch gibt es immer noch Hauptschulen, wie beispielsweise in Westerfilde und Wickede, die ihre Anmeldezahlen haben und damit auch ihre Klassen gefüllt bekommen. Die Hauptschule jetzt grundsätzlich als Wegwerfartikel zu deklarieren, ist völlig unakzeptabel. “


Die CDU sieht in der Aussage Eckhardts, dass die Programme der Landesregierung – Sprachförderung und Förderung der Hauptschulen – viel zu spät kämen, die Bestätigung darin, dass die 40 jahrelange SPD-geführte Landesregierung die Hauptschulen hat ausbluten lassen und auf die wirtschaftlichen Veränderungen gar nicht reagiert hat. Darüber hinaus liegt für die CDU ein Hauptproblem auch in der Tatsache, dass viele Eltern zum einen gar nicht wüssten, welch umfangreiches Angebot die Hauptschulen bieten , wie beispielsweise Ganztagsunterricht, zum anderen durch Negativpropaganda die Hauptschule mit einem erfolglosen Image verbinden.


„Schauen wir doch der Wahrheit ins Auge: über Jahrzehnte hinweg wurden die Hauptschulen wie ein Stiefkind mitgeschleift. Jetzt, wo versucht wird, diesem Stiefkind wieder Rückendeckung zu geben, will man ihm die Basis entziehen. Verstehen wir das unter Fairness? Ist es fair gegenüber allen Beteiligten, die sich seit langer Zeit aufrichtig für die Hauptschulen einsetzen? Warum fängt man nicht endlich an, die Ursache für die Umstände an der Wurzel anzupacken, und setzt sich in dem Maße für die Hauptschulen ein, wie man sich an anderer Stelle auch für „Schwache“ einsetzt. Der Mensch neigt zwar immer dazu, den einfachsten Weg zu gehen – in diesem Fall die Schließung einer ganzen Schulform – anstatt Hürden auf sich zu nehmen und „tot geglaubten“ die nötige Rückendeckung zu geben. Aber wie lautet ein altes Sprichwort: Tot geglaubte leben länger“, so Knieling abschließend.


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