Tagesordnungspunkt
Musikviertel Brückstraße

Beschlussvorschlag
Sehr geehrte Frau Vorsitzende,

mit Datum vom 18.03.2015 hat Kulturdezernent Stüdemann einen Zwischenbericht zum „Handlungskonzept Brückstraße“ vorgelegt, dessen Umsetzung der Rat der Stadt am 31.03.2011 beschlossen hat.
In dem Bericht wird ein Sachstand zum „Projekt Brückstraßenviertel“ gegeben, in dem Erfolge wie auch Misserfolge beschrieben werden, als auch die Fortführung für notwendig angesehen wird.
Das Viertel soll nach wie vor als „Musikviertel“ weiter entwickelt werden. Aufgrund der Ausführungen im Zwischenbericht und der Ankündigung der Fortführung des Projektes beschließt der AKSF, folgende Maßnahmen im Projekt umzusetzen:

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, mit den Eigentümern eine Konzeption in das Handlungskonzept einzuarbeiten, das vorsieht, das Thema „Musik“ gestalterisch im öffentlichen Raum deutlicher als bisher durch verschiedene Maßnahmen hervorzuheben.
    Dies kann sowohl durch gegenständliche Kunst (z. B. Musikinstrumente an Wänden), als auch durch Lichtgestaltung oder auch durch farbliche, künstlerische Beiträge geschehen.
    Hierzu könnte die Verwaltung z.B. einen Gestaltungswettbewerb mit der Technischen Universität und der Fachhochschule Dortmund durchführen.
  2. Die Verwaltung wird beauftragt, in enger Abstimmung mit der Wirtschaftsförderung Dortmund, verstärkt Akquise bei Unternehmen/ Agenturen/ Verlagen etc. der Musikwirtschaft in Dortmund vorzunehmen, die das Ziel hat, sowohl junge, als auch bereits etablierte Unternehmen für das Brückstraßenviertel zu gewinnen.
    Eigentümer von Immobilien im Brückstraßenviertel sind dabei als wesentliche Akteure einzubeziehen, damit entsprechende Räumlichkeiten angemessen zur Verfügung gestellt werden.
  3. Der Ausschuss bittet die Verwaltung bei der Fortführung des Konzeptes zu prüfen, ob als erkennbare „Anlaufstelle“ z.B. für Gewerbeinteressierte oder Kulturtreibende in der Brückstraße eine Art „Showroom“ etabliert werden kann.
    Hier könnten die Akteure des Viertels, wie z.B. das Konzerthaus, Chorakademie, Werbegemeinschaft Brückstraße oder der Kulturverein BrückAuf e.V. die positiven Besonderheiten des Quartiers hervorheben und die Brückstraße als Quartier
    bewerben. Der Raum könnte außerhalb seiner Öffnungszeiten als Ort für Lesungen oder kleinere Musikveranstaltungen dienen.
  4. Vor dem Hintergrund, dass im bereits erwähnten Zwischenbericht aus März 2015 eine Weiterführung des Projekts als nötig angesehen wird, beschließt der AKSF, dass die Verwaltung eine konzeptionelle Fortführung bis zum 30.06.2016 erarbeitet und den zuständigen Ausschüssen vorlegt.

Begründung
Der vorgelegte Zwischenbericht belegt sowohl Erfolge als auch Misserfolge bei der Weiterentwicklung des Brückstraßenviertels.
Das Quartier als Musikviertel oder auch unter dem Motto „Musik City“ weiter deutlich aufzuwerten, passt prinzipiell zu den Zielen, das Quartier als modernes, junges und lebendiges Viertel zu entwickeln und zu den Zielen der ansässigen Werbegemeinschaft oder des
Kulturvereins BrückAuf e.V. Gemeinsam mit den Eigentümern und den o.g. Akteuren sowie der Wirtschaftsförderung Dortmund soll die deutlichere Etablierung des Themas Musik sowohl im öffentlichen Raum als auch im Besatz der Gewerbetreibenden als wichtiges Ziel verfolgt werden, um ein Abrutschen des Quartiers in ein monostrukturiertes, insbesondere durch Imbissbetriebe einseitig
entwickeltes negativ empfundenes Quartier verhindert werden.
Nach Erkenntnissen örtlicher Akteure ist die Umsatzentwicklung diverser Gewerbetreibenden dermaßen schwierig, dass es immer öfter zu Insolvenzen kommt, die wiederum zu Mietausfällen bei Eigentümern führen.
Nach ersten Gesprächen seitens der CDU-Fraktion gibt es im Bereich der Eigentümer durchaus Bereitschaft, das Thema Musikviertel auch durch ansprechend sanierte Räumlichkeiten positiv am Markt zu vertreten.
Durch verbesserte Mieterstrukturen rechnen sich Investitionen in Räumlichkeiten auch für deren Vermieter.


Verantwortlich: