Grollmann: „Umzug muss lückenlos stattfinden

Die Umsiedlung des Drogenkonsumraums in die neuen Räumlichkeiten des Gesundheitsamtes am
Grafenhof sorgt bei Anwohnern für Unmut. Für die sozi-alpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion,
Justine Grollmann, nachvollziehbar. Dennoch darf ihres Erachtens der Umzug des Gesundheitsamtes
nicht zur Folge haben, dass der damit verbundene Drogenkonsumraum für einige Zeit geschlossen
wird, da Anwohnerklagen eine Ansiedlung verhindern.

„Dass die Ansiedlung eines Drogenkonsumraums erst einmal Besorgnis bei Anwohnern auslöst ist
verständlich. Der jetzige Standort des Drogenkonsum-raums an der Kuhstraße hat jedoch gezeigt,
dass es keinen Grund für Befürchtungen gibt. Die drogenkonsumierenden Menschen verhalten sich
unauffällig und sind einfach nur froh, dass sie in der Innenstadt einen Raum haben, in dem sie
ungestört ihre Drogen konsumieren können und auch saubere Spritzen erhalten. Eine
vorrübergehende Schließung der Einrichtung würde diese Klientel wieder vermehrt in öffentliche
Anlagen und auf Plätze drängen“, sieht Grollmann die Gefahren einer Schließung.

Für Grollmann ist es sehr bedauerlich, dass Verwaltung im Vorfeld nicht ausreichend die Anwohner
mit ins Boot geholt hat. So hätte man frühzeitig Vorurteile ausräumen und gemeinsam nach
möglichen Lösungen – beispielsweise, wie die Gestaltung des Eingangsbereichs für eine Entspannung
gesorgt hätte – suchen können.

Grollmann abschließend:
„Es ist immer sehr unglücklich, wenn sich Fronten erst einmal verhärtet haben. Das scheint nun der
Fall zu sein. Wichtig ist es jetzt, dass man aufeinander zugeht. Soll heißen, dass Lösungen für
vorhandene Konflikte – möglichst gemeinsam – erarbeitet werden sollten. Politik und Verwaltung
diskutieren über Lösungsmöglichkeiten, um dem Drogenkonsum – beispielsweise in der Nordstadt –
zu begegnen und einzudämmen. Da können wir es uns als Stadt nicht erlauben, längere Zeit auf den
einzigen Drogenkonsumraum zu verzichten.“


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