Sehr geehrter Herr Hillgeris,

für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung Dortmund-Hörde stellt die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung folgenden Antrag und bittet um Beratung und Beschlussfassung:

Tagesordnungspunkt
Verkehrszählungen im Stadtbezirk

Beschlussvorschlag
Die Verwaltung wird aufgefordert, die Anzahl und Dichte der Verkehrszählungen im Stadtbezirk Hörde deutlich zu erhöhen und in diesem Zusammenhang zu prüfen, ob und wie dazu auch die Expertise der Hochschuleinrichtungen in der Stadt Dortmund genutzt werden kann. Schwerpunkte im Stadtbezirk sollten dabei u.a. sein: Die Wellinghofer Amtstraße, die Wittbräucker Straße, die Faßstraße und der Grenzweg. Die Bezirksvertretung stellt die dafür notwendigen Mittel aus ihrem Budget bereit.

Begründung
Die Daten aus den Verkehrszählungen, die der BV als Entscheidungsgrundlage dienen, sind zumeist weder sonderlich aktuell noch ist deren Verfahren hinreichend transparent (Berechnungsmodus). Zudem ergeben sich aus dem Vergleich mit den von Anwohnern selbst durchgeführten privaten Zählungen und dem Empfinden der Anwohner unauflösliche Differenzen. Ein Abgleich mit einer dritten, unabhängigen Datenquelle ist daher hilfreich für die BV, um die vorliegenden Daten zu beurteilen. Diese Verkehrszählungen sollten dafür über einen längeren Zeitraum durchgängig an den Schwerpunkten stattfinden und nicht nur stundenweise. Die wissenschaftlichen Einrichtungen in der Stadt Dortmund (z.B. die Fakultät für Raumplanung oder die Professur für Wirtschafts- und Sozialgeographie der TU Dortmund) könnten dafür ihre Expertise zur Verfügung stellen und Verkehrszählungen konzipieren und durchführen. Die dazu benötigte Personalkapazität kann durch den Einsatz studentischer Hilfskräfte z.B. in einem Geländepraktikum oder in Projektseminaren gewonnen werden. Ein Einsatz von städtischen Mitarbeitern könnte so auf ein Minimum reduziert und die Verwaltung dadurch entlastet werden. Da die BV-Mittel zudem regelmäßig wegen der starken Auslastung der städtischen Verwaltung nicht verausgabt werden können, ist dieser Mitteleinsatz erstens problemlos möglich, weil auf städtisches Personal nur bedingt zurückgegriffen werden muss, und zweitens geboten, um die Beschlüsse und Empfehlungen der BV in Fragen der Verkehrsplanung qualitativ hochwertig zu fundieren.


Verantwortlich: