Gekommen waren über 80 größtenteils Ehrenamtliche aus dem ganzen Stadtbezirk, die der Fraktionsvorsitzende Thomas Bernstein herzlich willkommen heißen konnte. Selbst Pfarrer Ortwald ließ es sich nicht nehmen die Gäste in seinem Gemeindesaal der katholischen St. Urbanus Gemeinde zu begrüßen.

Leider war Hauptredner Arnulf Rybicki , der im Dezember vom Rat neu gewählte Dezernent für Bauen und Infrastruktur im Dezernat 7 der Stadt Dortmund, sehr kurzfristig erkrankt. Dies wurde jedoch inhaltlich durch die CDA-Kreisvorsitzende Claudia Middendorf, Beauftragte des Landes für Menschen mit Behinderungen sowie für Patientinnen und Patienten, stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende und neugewählte erste stellvertretende CDA-Landesvorsitzende sowie den erst kürzlich benannten Polizeibeauftragten des Landes, Thorsten Hoffmann, spontan und kurzweilig ausgeglichen.

Die Informationen im Detail aus der Kommunalpolitik des Fraktionsvorsitzenden über „das schnelle Huckarde“, für das eine konstruktive Zusammenarbeit und jederzeitige Ansprechbarkeit insbesondere der beiden großen Fraktionen im Sinne der Bürger und ihrer Vereine charakteristisch ist, sorgten für Erstaunen.

Als Beispiel für viele dienen hier die Schützenvereine:

  • Der BSV Kirchlinde etwa: „Eine Dachreparatur steht an. Wir benötigen ca. 4.000€.“
  • Der BSG Huckarde möchte einen Abstellraum zum Jugendraum umgestalten und trägt Kosten in Höhe von 1.500€.

Beide Wünsche wurden in die gemeinsamen Haushaltsgespräche eingebracht, abgesprochen und in der BV beschlossen.

Nach zwei Wochen sind die Gelder abrufbar und das wiederholt Thomas Bernstein gerne noch einmal, jetzt aktuell im März „nach zwei Wochen“. „Das ist unsere Antwort auf Politik verdrossene Bürger, bitte weitererzählen.“    

Die Anwesenden aus zahlreichen Organisationen wie dem Frauenzentrum, dem IHV, dem katholischen Krankenhaus Dortmund-West, dem Gewerbeverein, u.v.m. nahmen positiv zur Kenntnis, dass es der Dortmunder CDU-Ratsfraktion nach vielen Jahren unermüdlichen Ringens endlich gelungen ist, die NRW-Ehrenamtskarte auch im Dortmunder Rat durchzusetzen.

Thomas Bernstein berichtete zudem über eine grundlegend wichtige Zukunftsvision für die Entwicklung des Stadtbezirkes. Die IGA 2027 Planvorhaben, die sich wie ein „Günes Band der Sympathie“ entlang der Emscher, von Dorstfeld bis zum Verkehrsmuseum Bahnhof Mooskamp hinziehen werden. Hierzu gehören Kunstobjekte entlang der Emscher, die Gestaltung einer Verbindung vom schon vorhandenen Freizeitgebiet Deusenberg zur Kokerei Hansa, eine neue Eingangs- und Verbindungswegeinfrastruktur zwischen der Kokerei und dem Wohnquartier Mailoh sowie eine mit marketingtechnischem Wiedererkennungswert versehene, durchgängige Wegestruktur der Grünbereiche, Schrebergärten und Spielplätze im Wohnquartier Mailoh und des Umfeldes. Federführend ist hier der RVR. Neben Dortmund werden sich einige weitere Städte im Umfeld mit unterschiedlichen Themenfeldern präsentieren.

Anschließend ein Exkurs zu dem Projekt „proGlreg“: Das beinhaltet Zukunftsgärten auf dem Gelände der Kokerei Hansa und wird von der EU im Rahmen des Forschungsprogramms „Horizon 2020“ in Zusammenarbeit mit der TU Aachen gefördert. Mit dem Hinweis, wie wichtig ein gut funktionierendes Europa sich auch hier vor Ort positiv auswirkt, konnte Frau Dr. Annette Littmann, die Dortmunder Kandidatin für das Europaparlament,  ihr „Drei-Thesen-Programm“ vorstellen. Zum einen muss die Wertegemeinschaft Europa, die die christlichen und demokratischen Werte in der Welt repräsentiert, verteidigt werden. Zum zweiten sollen einige detailverliebte Regelungen, die auch in der Bevölkerung oftmals kritisch betrachtet werden (Gurken, Eier, usw.), zurückfahren werden. Die großen europäischen Fragen – wie der gemeinsame Schutz der Außengrenzen – soll hingegen die größere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Durch mehr den Ausbau von Frontex zum Beispiel. Oder die Anpassung sozialer Standards (Mindeststandards) unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Länderniveaus. Asylpolitik muss von allen europäischen Staaten gemeinsam geregelt werden. Denn nur ein geeintes Europa kann auf der Weltbühne stark sein, seine Positionen glaubhaft vertreten und diese letztlich durchsetzen.

Nach einem herzlichen Dank (auch an Blumengeschäft Tadema Leifeld) für die gelungene und anspruchsvolle Dekoration des Raumes klang der Nachmittag mit persönlichen Fragen an das Rats- und BV-Team aus.

Von links nach rechts: Thomas Bernstein, Claudia Brückel, Claudia Middendorf, Thorsten Hoffmann, Dr. Annette Littmann, Britta Bernstein, Reginald Raimund Müller, Christiane Krause, Michael Tegethoff, Peter Spineux, Günter Scheller, Uwe Wallrabe und Klaus Wallrabe.


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