Unzufrieden äußert sich  Benedikt Penning, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Dortmund, über das schleppende Tempo, mit dem die Verwaltung derzeit ein Zukunftsthema behandelt, dass für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Dortmund von grundlegender Bedeutung ist: Die Identifizierung neuer Wirtschaftsflächen im Stadtgebiet.

„Jedenfalls mittel- und langfristig werden die entwickelten und vermarktbaren Wirtschaftsflächen zur Ansiedlung neuer und Expansion bestehender Unternehmen in unserer Stadt knapp. Aber auch heute schon sehen sich Unternehmen genötigt, mangels nachgesuchter Flächen Standorte außerhalb dieser Stadt zu suchen. Bestehende und zur Entwicklung vorgesehene Flächen sind mit zum Teil unlösbaren Entwicklungshemmnissen behaftet. Das alles kann sich direkt auf die wirtschaftliche Entwicklung dieser Stadt auswirken“, so Penning.

Die Gesamtproblematik ist sowohl der Stadtverwaltung wie auch der Politik bereits seit längerem bekannt. „Um die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Dortmund in Zukunft erhalten und weiter ausbauen zu können, müssen – insbesondere mit Blick auf jahrelange Entwicklungszeiten – im Stadtgebiet dringend adäquate und vor allem entwicklungsfähige Wirtschaftsflächen identifiziert werden“, betont Penning.

Bereits zu Beginn des vergangenen Jahres hatte der Rat der Stadt Dortmund mehrheitlich beschlossen, die Verwaltung mit der Suche nach geeigneten Wirtschaftsflächen zu beauftragen und die Erschließungspotenziale der Standorte durch Machbarkeitsstudien auszuloten. Jetzt aber heißt es, dass konkrete Ergebnisse mit der nunmehr geplanten externen Untersuchung – Kosten 60.000 Euro – frühestens Ende 2019 vorliegen werden. „Dieser Zeitverlust ist angesichts der Wichtigkeit des Themas und des bekannten Zeitdrucks mehr als ungünstig, beträgt doch die Reichweite kurzfristig zur Verfügung stehender Industrieflächen nur noch 2 Jahre“, führt Penning unverständig aus.

Selbst das Argument des Personalmangels in der Verwaltung lässt der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion in dieser Sache nicht mehr gelten. „Der Rat hat in jüngerer Vergangenheit bereits eine Personalausweitung beschlossen und der Verwaltung im Rahmen der Haushaltsberatungen auch die Zustimmung für weitere Personalerhöhungen in wichtigen Bereichen in Aussicht gestellt. Die zukünftige Wirtschaftsflächenentwicklung ist eines der wichtigsten und drängendsten Aufgabenfelder in unserer Stadt“, so Penning abschließend.


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