„Im sozialen Bereich sind unheimlich viele Organisationen unterwegs, die teils unterschiedliche, teils ähnliche oder auch identische Dienstleistungen anbieten. Da fällt es selbst „Profis“ schwer, den Überblick zu bewahren und das passende Angebot herauszufiltern“, hat Justine Grollmann, sozialpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Dortmund, treffend erkannt. Um das Problem nun endlich anzugehen, haben die Christdemokraten die Erstellung eines „Dortmunder Sozialverzeichnisses“ beantragt, das alle Hilfs- und Beratungsangebote in der Stadt zentral erfassen soll. In der nächsten Sitzung des Ausschusses für Soziales, Arbeit und Gesundheit am 17. September wird darüber abgestimmt.

„Das von uns vorgeschlagene Sozialverzeichnis wäre ein Novum in Dortmund. Für vereinzelte Bereiche gibt oder gab es schon kleinere Verzeichnisse. Aber ein umfassendes Informationsportal, das alle im sozialen Sektor tätigen Organisationen erfasst und deren Leistungsspektrum übersichtlich und verständlich darstellt, existiert bislang noch nicht“, so die CDU-Ratsvertreterin weiter. Die Pläne der Christdemokraten gehen in Richtung eines Sammelverzeichnisses nach Schweizer Vorbild: Im kleinen Nachbarland haben viele Kantone Online-Informationsportale aufgebaut, auf denen man sich per Suchmaske kinderleicht Informationen zu den sozialen Dienstleistungen vor Ort beschaffen kann.

Das „Dortmunder Sozialverzeichnis“ soll aber nicht nur die Transparenz der Strukturen im sozialen Bereich erhöhen und die Zugänglichkeit zu Informationen für die breite Öffentlichkeit verbessern, sondern auch die Vernetzung zwischen den gemeinnützigen Organisationen in der Stadt vorantreiben. „Der Sinn und Zweck des Portals ist einerseits, dass man selbst als Laie schnell und unkompliziert bei der richtigen Fachberatung landet, den kompetentesten Ansprechpartner ermitteln und oder das beste Hilfsangebot identifizieren kann“, erklärt Grollmann. Zugleich soll das Verzeichnis aber genauso den Organisationen zu Gute kommen, indem der Informationsfluss und Wissensaustausch untereinander vereinfacht wird und Synergieeffekte gehoben werden können.

„Der Austausch von Informationen, Kontakten und Wissen ist entscheidend für die Leistungsfähigkeit des sozialen Sektors. Viele Organisationen finanzieren sich hier zum Großteil über Spenden oder Mitgliederbeiträge – die oftmals knapp geschnitten sind. Die begrenzten finanziellen Mittel können aber durch klugen Netzwerkaufbau und Ressourcentausch zwischen den Akteuren kompensiert und Handlungsspielräume sogar erweitert werden“, stellt Grollmann abschließend fest. In der kommenden Sitzung des Sozialausschusses hofft sie daher auf breite Unterstützung der anderen Fraktionen zu dem CDU-Antrag.


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