Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Dortmund lehnt die Forderung der Grünen ab, die derzeit gesperrten Fahrbahnen dauerhaft zu Fahrradspuren zu machen. „Es hat schon etwas Ironisches, wenn die Grünen meinen, sie hätten die Gunst der Stunde erkannt, um jetzt ihrer Ideologie zu frönen und die gesperrten Fahrbahnen auf dem Wall zu Fahrradspuren umzugestalten“, sagt Uwe Waßmann, planungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion.

„In diesen Tagen kann man ganz im Gegenteil einmal einen Eindruck gewinnen, wie es in Dortmund aussieht, wenn das urbane Leben in der gesamten Stadt nahezu zum Erliegen kommt. Völlig egal, wer welches Verkehrsmittel nutzt. Das es derzeit weniger Autoverkehr in der Innenstadt gibt, ist ja nicht der freie Wille der Menschen, sondern Folge einer der größten gesundheitlichen Bedrohungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Wir alle hoffen sehr, dass die damit einhergehenden Einschränkungen so bald wie möglich aufgehoben und das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in Dortmund wieder aufgenommen werden können. Denn das sichert Arbeit und Einkommen der Menschen“, so Waßmann weiter.

Die CDU-Fraktion warnt weiterhin davor, in zukünftigen Szenarien oder Planungen die Erreichbarkeit der Innenstadt für Autofahrer derart zu erschweren, dass es zu nachhaltigen Schäden für den Wirtschafts- und Kulturstandort Dortmund kommt. Dazu gehört auch die Überlegung, die Fahrbahnen auf dem Wallring um eine Fahrspur zu Lasten des Autoverkehrs und zugunsten des Radverkehrs zu verringern.

„Unsere Stadt ist auf Verkehr angewiesen, auch auf den Autoverkehr. Dortmund ist eine Pendlerstadt für tausende Arbeitnehmer, die mit dem Auto nach Dortmund kommen. Sie ist eine Einkaufsstadt und kulturelles Oberzentrum Westfalens. Die Innenstadt mit ihren vielfältigen kulturellen Angeboten lebt von den Menschen der gesamten Region, die mangels attraktiver Alternativen oder aus freien Stücken mit dem PKW in die Stadt kommen. Die Wahl der Verkehrsmittel zu torpedieren heißt, die Axt an eine florierende Stadt anzulegen“, macht Waßmann deutlich.

Für die CDU-Fraktion ist dies ein weiterer Beleg für die monothematische Politik der Grünen. „Während alle anderen versuchen, unsere Volkswirtschaft und unser aller Wohlstand in einer Zeit zu sichern, in der beides massiv bedroht ist, fordern die Grünen die „Umerziehung auf’s Fahrrad“, weil es angeblich immun gegen das Virus machen würde. Ich will das nicht weiter bewerten, denn es spricht für sich“, so Waßmann abschließend.


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