Die CDU-Fraktion hat zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Soziales, Arbeit und Gesundheit, der wegen der aktuell geltenden Infektionsschutzmaßnahmen wohl in stark veränderter Form stattfinden wird, die Prüfung eines Gutscheinsystems für „Frauen-Nacht-Taxis“ in Dortmund beantragt. Mit ihrem Vorschlag wollen die Christdemokraten Frauen in Zukunft mehr Sicherheit auf dem nächtlichen Weg nach Hause ermöglichen.

„Das Projekt der Frauen-Nacht-Taxis läuft bereits in vielen deutschen Großstädten wie Stuttgart, München, Freiburg oder Münster sehr erfolgreich. Wir finden, dass unserer Stadt ein solches Angebot ebenfalls gut zu Gesicht stünde. Denn auch hier fühlen sich viele Frauen in den Abend- und Nachtstunden unsicher – ganz gleich, ob sie den Heimweg nun zu Fuß oder mit dem ÖPNV antreten“, erklärt Justine Grollmann, sozialpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion. Die vergleichsweise höheren Kosten einer Taxifahrt würden jedoch oftmals abschreckend wirken. „Das gilt insbesondere für Studentinnen, Geringverdienende und Frauen aus sozial schwächeren Schichten, für die 15 oder 20 Euro eben kein Pappenstiel sind. Wir sagen deshalb: Ein sicherer Heimweg darf nicht am Geldbeutel scheitern“, so Grollmann weiter.

Aus diesem Grund bringt die CDU-Fraktion nun die Einführung eines städtisch geförderten Gutscheinsystems ins Spiel, das finanzielle Anreize zur Wahl eines vergleichsweise sicheren Verkehrsmittels wie dem Taxi setzt. In München ist das Angebot erst im Vormonat eingeführt worden. Ab sofort liegen für Frauen an bestimmten öffentlichen Ausgabestellen in der bayrischen Landeshauptstadt drei 5-Euro-Gutscheine pro Monat für nächtliche Taxifahrten zur Wohnadresse bereit. Gültigkeit besitzen die speziellen Coupons allein im Zeitraum zwischen 22:00 Uhr abends und 06:00 Uhr morgens. Das Angebot richtet sich dabei nicht nur an Münchenerinnen, sondern steht auch ortsfremden Frauen, wie beispielsweise Touristinnen, für die Fahrt ins Hotel zur Verfügung.

„Neben dem gesteigerten Sicherheitsgefühl versprechen wir uns von einem solchen Angebot einen zusätzlichen Imagegewinn für unsere Stadt. Mit unserem Antrag bitten wir die Verwaltung deshalb, die praktische Umsetzbarkeit eines solchen Gutscheinsystems unter finanziellen, personellen und organisatorischen Gesichtspunkten zu prüfen“, so Grollmann abschließend.


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