Mit Kopfschütteln registriert die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Dortmund die Idee der Stadtverwaltung, durch zusätzliche Ampeln auf der B1 den Verkehr weiter zu lähmen. „Das vorliegende Gutachten empfiehlt, zwei weitere Ampeln auf der B1 einzurichten. Von den darin enthaltenen Vorschlägen will die Verwaltung offensichtlich einen umsetzen. Dabei war ein Auftrag für das Gutachten, zu prüfen, wie der Verkehr besser fließen kann“, äußert der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Sascha Mader, sein Unverständnis.

Auch der planungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Uwe Waßmann, ist stark irritiert vom Vorhaben der Stadtverwaltung. „Die CDU möchte Ampeln auf der B1 abbauen und das insbesondere an der Kreuzung Voßkuhle/Semerteichstraße, weil dort ein Haupthemmnis für den fließenden Verkehr liegt. Wenn jetzt dabei herauskommt, keine Ampeln zu beseitigen, sondern weitere zu errichten, klingt das ganz stark nach einem Schildbürgerstreich.“

Und Waßmann ergänzt: „Der sechsspurige Ausbau der A40 zwischen Dortmund-West und Bochum-West kostet ca. 370 Millionen Euro. Der sechsspurige Ausbau der A44 vom Kreuz Dortmund-Unna bis Unna-Ost verschlingt ebenfalls mehrere hundert Millionen Euro. Und das alles, um die Leistungsfähigkeit der Autobahnen zu erhöhen. In Dortmund kommt man dann auf die Idee, auf dem ‚Verbindungsstück‘ der Autobahnen Ampeln aufzustellen.“ Zudem habe man extra einen 300 Meter langen Tunnel für die Linie der Stadtbahn U47 unter die B1 gebaut, um den Verkehr auf der B1 nicht mehr zu stören. Die Kosten dafür beliefen sich seinerzeit auf über 30 Millionen Euro. „Das alles muss man im Kontext sehen: Mit zusätzlichen Ampeln kommt es zu einer Art Anachronismus, der eine ‚seltsame Wirkung‘ erzielen würde“, so Waßmann.

Vor diesem Hintergrund will die CDU die Ampeln an der B1 vollständig entfernen. „Wir wollen die Beseitigung der Ampeln an der Kreuzung Voßkuhle/Semerteichstraße vorantreiben. Wir erwarten, dass der Rückbau von Ampeln zugunsten alternativer Verkehrsführungen für Linksabbieger von der B1 in die Voßkuhle und in einem weiteren Schritt in Richtung Semerteichstraße verfolgt wird. Wir sind fest davon überzeugt, dass diese Maßnahmen einen deutlich besseren Verkehrsfluss auf der B1 ermöglichen werden als zusätzliche Ampeln“, stellen Waßmann und Mader abschließend fest.


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